Insekten unerwünscht: Die britische Regierung ordnet an, Flieger aus Risikogebieten behandeln zu lassen.

Britische RegierungFlugzeuge aus Zika-Gebieten werden eingesprüht

Der Zika-Virus hat einen weltweiten Gesundheitsnotstand ausgelöst. Die britische Regierung handelt nun und führt per Gesetz die Pflicht ein, Flieger in betroffenen Gebieten mit Insektenspray zu behandeln.

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Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat wegen des Zika-Virus den weltweiten Gesundheitsnotstand verhängt. Und das wirkt sich auch auf die Luftfahrt aus. Die bisher drastischste Maßnahme ergriff die britische Regierung. Das Gesundheitsministerium hat angeordnet, dass alle Flugzeuge, die aus Risiko-Gebieten nach Großbritannien kommen, mit Insektiziden behandelt werden müssen.

Die Mücken, die den Virus übertragen, könnten in den Temperaturen in Großbritannien nicht überleben. «Um aber das Risiko während des Fluges zu minimieren, haben wir uns zu dem Schritt entschlossen», begründet Gesundheitsministerin Jane Ellison. Auf einem Großteil der Flüge aus Brasilien, El Salvador, Französisch Guyana, Guatemala, Haiti, Honduras, Kolumbien, Martinique, Mexiko, Panama, Paraguay, Surinam, Venezuela und Puerto Rico werden ohnehin schon Insektizide angewendet, um Malaria-Mücken aus dem Flieger fernzuhalten. Nun ist es auf allen Flügen gesetzlich vorgeschrieben.

Kostenlose Umbuchungen möglich

In Deutschland hat das Gesundheitsministerium noch keine Anordnung gegeben. Fluggesellschaften stellen sich dennoch auf das Risiko ein. Bei allen Airlines der Lufthansa-Gruppe können Schwangere ihre Flüge kostenlos umbuchen, wenn sie in betroffene Länder in Südamerika und der Karibik reisen. Bei Air Berlin sieht es ebenso aus. Auch in den USA zeigen die Airlines Kulanz und ermöglichen Umbuchungen.

Der Virus verläuft eigentlich eher harmlos und ähnelt einer Grippe. Bei Schwangeren jedoch kann er auf den Embryo übergehen und es besteht das Risiko, dass das Kind mit einer Schädelfehlbildung geboren wird. Fluggesellschaften kommen auch den Angestellten entgegen. Nicht nur Passagiere, auch Crew-Mitglieder können sich auf anderen Routen einsetzen lassen, wenn ihnen bei dem Gedanken, in Zika-Gebiete zu fliegen, unwohl ist.

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