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Zweite Verspätung

Flughafen-Umzug von Istanbul erneut verschoben

Eigentlich sollte der Atatürk Airport den Betrieb Ende des Jahres einstellen. Doch die Verlagerung an den neuen Flughafen von Istanbul verzögert sich. Es ist die zweite Verschiebung.

IGA

Der neue Kontrollturm am Flughafen Istanbul: Noch gibt es für die Losten kaum Arbeit.

Noch ist der neue Flughafen Istanbul viele Jahre davon entfernt, in die Liga des BER aufzusteigen. Dennoch hat er einen zweiten Trippelschritt in Richtung des neuen deutschen Hauptstadtflughafens gemacht, der in mehreren Etappen eine immer größere Verspätung anhäufte. Auch am Bosporus musste man nun nämlich erneut eine Verzögerung ankündigen. Der große Umzug zum Jahreswechsel findet nicht statt.

Nach einem zweieinhalbstündigen Treffen, an dem Vertreter des neuen Flughafens, des bisherigen Atatürk Airports, Turkish-Airlines-Chef Ilker Ayci sowie Regierungsvertreter teilnahmen, wurde am Dienstag (18. Dezember) laut türkischen Medien eine Verschiebung beschlossen. Die Verlegung des Flugverkehrs vom Atatürk Airport an den neuen Flughafen wird von Ende Dezember auf März verschoben. Das Treffen war von Transportminister Mehmet Cahit Turhan einberufen worden.

Start war im Oktober geplant

Eigentlich hätte alles bereits am 29. Oktober losgehen sollen – am türkischen Nationalfeiertag. Doch statt einem Big Bang gab es neben einer pompösen Zeremonie nur eine Eröffnung light mit einigen wenigen regionalen Flügen. Der neue Airport an der Schwarzmeer-Küste besaß in jenem Zeitpunkt lediglich eine provisorische Starterlaubnis. Nach Verhandlungen «mit relevanten Anspruchsgruppen» sei dem Ministerium empfohlen worden, den großen Umzug zwei Monate später abzuhalten, so damals die Begründung.

Turkish Airlines plante den Betrieb Ende des Jahres, zwischen Silvester und Neujahr, vom alten auf den neuen Flughafen zu verlegen. Chef Ayci erklärte bei einer Konferenz im vergangenen Monat selbst: Der Umzug bereite ihm «Kopfzerbrechen». Zu Recht, wie sich nun zeigt. Mit rund fünf Monaten Verspätung – sollte es beim jetzigen Zeitplan blieben – wäre der neue Airport aber immer noch in einer Rekordzeit von 47 Monaten gebaut worden.



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