Letzte Aktualisierung: 17:52 Uhr

Neues Anflugverfahren

Flughafen Samedan hat ein Jahr Verspätung

Der Flughafen in den Schweizer Alpen will ein neues Anflugverfahren einführen, das Sicherheit und Erreichbarkeit erhöht. Dabei gibt es Verzögerungen.

Engadin Airport

Flieger in Samedan: Das neue System erhöht die Erreichbarkeit des Alpen-Airports.

Getestet wurde es bereits. Im Februar 2017 probierte der Flughafen Samedan ein so genanntes GNSS-IFR-Anflugverfahren aus. Dieses GPS-basierte System macht es Flugzeugen möglich, den Airport in den Schweizer Alpen auch bei anspruchsvollen Wetterbedingungen mit Wolkenschichten bis auf 2700 Meter anzusteuern.

Die Erfahrungen mit dem Test waren gut. «Wir können so die Erreichbarkeit des Flughafens von 60 Prozent auf 90 Prozent erhöhen», sagt Projektverantwortlicher Martin Binkert. Zudem steige die An- und Abflugsicherheit. Eigentlich sollte darum das neue Verfahren diesen Winter definitiv eingeführt werden. Doch es kommt zu Verzögerungen. «Es gibt noch ein paar Knackpunkte zu lösen», so Binkert zu aeroTELEGRAPH.

Regierung muss zustimmen

Vor allem regulatorische Fragen seien noch zu lösen, erklärt der Verantwortliche. IFR-Flugverfahren müssen in einem luftfahrtrechtlichen Verfahren von der Schweizer Aufsichtsbehörde geprüft und genehmigt werden. Dieses Gesuch hat der Engadin Airport noch nicht eingereicht, wie das Bundesamt für Zivilluftfahrt Bazl bestätigt. Parallel zum luftfahrtrechtlichen Verfahren muss die Landesregierung dem Ganzen noch zustimmen. Binkert rechnet damit, dass man nun im Winter 2019/20 so weit sein wird.

Schön, dass Sie hier sind. Unsere erfahrenen Journalisten bieten Ihnen 365 Tage pro Jahr Nachrichten und Hintergründe. Gratis. Das wird so bleiben. Um unser Angebot weiter zu verbessern, haben wir ein Vielleser-Programm gestartet. Damit finanzieren wir aufwendige Recherchen und die Umsetzung neuer Ideen. Ihr Beitritt hilft, den unabhängigen Luftfahrtjournalismus zu stärken. Und nebenher profitieren auch Sie. Jetzt Mitglied werden!



Die Redaktion behält sich das Recht vor, Kommentare zu moderieren und zu kürzen. Kritische Diskussionen sind willkommen. Beschimpfungen oder Kommentare mit rassistischem, sexistischem, themenfremdem, rein politischem oder beleidigendem Inhalt hingegen werden entfernt. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung. Über die Entscheide der Moderatoren wird keine Korrespondenz geführt.