Strand bei Lydd: Im Sommer flogen sechs Charterflieger ab dem Flughafen ab.

Idee von LyddNochmals ein Flughafen für London?

Londons Flughäfen platzen aus allen Nähten. Davon will nun ein kleiner Regionalairport ganz im Süden Großbritanniens profitieren.

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37'000 Passagiere mehr als London Gatwick fertigte der Lydd Airport früher einmal ab. Das ist allerdings eine Weile her. In seinen goldenen Zeiten Ende der Fünfzigerjahre hängte der Flughafen in Kent den Londoner Airport ab - mit rund 250'000 Passagieren im Jahr 1958. Seither hat sich einiges getan. Gatwick wuchs viel schneller und schafft inzwischen fast 40 Millionen Passagiere pro Jahr. Lydd hingegen schrumpfte und ist nur noch für kleine Flieger erreichbar.

Das soll sich aber ändern. Der Flughafen, der auch London Ashford heißt, will 25 Millionen Pfund in seine Expansion investieren. Nachdem die Pisten um 295 auf 1800 Meter verlängert wurden, sollen auch Mittelstreckenjets wie der Airbus A319 oder die Boeing 737 am Flughafen an der Südostspitze Englands landen. Daneben wird ein neues Terminal mit einer Kapazität von 500'000 Passagieren gebaut. Noch in diesem Jahr starten die Bauarbeiten. Die behördlichen Bewilligungen liegen vor. Seit längerem formiert sich aber trotzdem Widerstand gegen den Ausbau.

In Lydd formiert sich Widerstand gegen den Ausbau

Beim Flughafen ist man überzeugt, dass das Projekt Erfolg haben wird. «Wir bringen dringend benötigte Kapazität für Londons Luftverkehr», so Geschäftsführer Charles Buchanan. «Der Flughafen ist die perfekte Basis für Airlines.» Erwartet wird, dass Lydd aber vor allem Gatwick Passagiere wegnehmen würde.

Derzeit buhlen viele kleinere Airports um London um zusätzliche Passagiere. Flybe brachte kürzlich die Idee auf, die Luftwaffenbasis Northolt für den zivilen Verkehr zu öffnen. Daneben versucht sich London Southend als kleine, schnelle Alternative zu positionieren. Würden alle Projekte umgesetzt, hätte London acht Flughäfen. Heute sind es schon sechs.

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