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Flughafen Frankfurt ist 80 Jahre alt

Vor 80 Jahren startete erstmals ein Flugzeug am Flughafen Frankfurt. Trotz seiner totalen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg schaffte er es, zu einem der wichtigsten Drehkreuze der Welt zu werden.

Grasende Schafe und Kartoffelstauden am Frankfurter Flughafen? Das ist heute unvorstellbar. Doch in den frühen Jahren des Airports war das noch der Standard. «Der Flughafen sah ehrlich gesagt aus wie ein Bauernhof», scherzt Markus Grossbach, der das Archiv des Flughafens leitet. Immerhin hatte alles seinen Zweck: Die Schafe waren eine günstige Möglichkeit, den Rasen zu trimmen, Kartoffeln verhinderten, dass Bäume wuchsen.

Vor genau 80 Jahren, am 8. Juli 1936, begann der Flugbetrieb am Flughafen, den heute über 60 Millionen Passagiere pro Jahr nutzen. Die Landung einer Junkers Ju 52 markierte den offiziellen Betriebsbeginn. Damals nannte sich der der Flughafen Frankfurt noch Flug- und Luftschiffhafen Rhein-Main.

Im Krieg fast komplett zerstört

Doch es dauerte nicht lange, bis der Airport die erste Zäsur erlebte. Im Zweiten Weltkrieg wurden über 2000 Bomben auf den für die Infrastruktur wichtigen Standort geworfen, der Airport wurde fast komplett zerstört.

Doch mit Hilfe des US-Militärs gelang dem Flughafen nach dem Kriegsende 1945 ein schneller Wiederaufbau. «Sogar bevor sich das politische Leben normalisiert hatte, arbeiteten die Flughafenangestellten mit Spitzhacken und Schaufeln, um wieder nutzbare Dinge aus den Ruinen zu retten», so Archivar Grossmann. Im Mai 1946 hob der erste Zivilflieger nach dem Krieg am Flughafen Frankfurt ab, 1950 wurde der reguläre Passagierbetrieb wieder aufgenommen.

Keine Selbstverständlichkeit

Seither ist der Flughafen rasant gewachsen. Nur zehn Jahre nach Wiedereröffnung zählte er 2,2 Millionen Passagiere, 1980 waren es bereits 17,7 Millionen. Wieder zehn Jahre später hatte sich die Zahl auf 30 Millionen fast noch einmal verdoppelt, und 2015 reisten über 60 Millionen Passagiere über den Frankfurter Airport. Zusätzlich ist der Flughafen inzwischen der größte Arbeitgeber Deutschlands, er beschäftigt rund 80.000 Menschen.

Das, so Grossmann, sei vor allem deshalb faszinierend, weil keineswegs von Anfang an klar war, dass Frankfurt einmal ein so wichtiges Drehkreuz sein würde. «Nur dank der Hilfe der westlichen Alliierten, besonders der Amerikaner, konnte er diese Größe erlangen.» Die US-Streitkräfte hätten aus ihrem Tor nach Europa Deutschlands Tor zur Welt gemacht.

Sehen Sie in der oben stehenden Bildergalerie Stationen aus der Geschichte des Flughafens Frankfurt.



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