Bauarbeiten am BER: 15 zusätzliche Abstellplätze entstehen bis Ende 2021.

Terminal 2, neue AbstellplätzeWo am BER noch gebaut wird

Der Bau des künftigen Berliner Hauptflughafens geht in den Endspurt. Zugleich wird bereits an der Erweiterung des BER gearbeitet.

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Ausgerechnet das größte Pannenprojekt der deutschen Luftfahrt sieht sich inmitten der Corona-Krise voll auf Kurs. Berlins künftiger Hauptflughafen BER soll nach neun Jahren Verspätung weiterhin Ende Oktober ans Netz gehen. Das bestätigte Geschäftsführer Engelbert Lütke Daldrup am Dienstag (14. Juli) vor Journalisten.

Der Einbruch der Passagierzahlen an den bisherigen Flughäfen Tegel und Schönefeld hat bei der Betreibergesellschaft FBB zwar eine Finanzlücke von etwa 300 Millionen Euro geschaffen. Trotzdem sieht sich das Management noch immer auf gutem Wege. «Das Hauptterminal ist fertig, die Landebahnen sind fertig, die Rollwege sind fertig und alle Betriebsgenehmigungen sind da», so Lütke Daldrup.

Fünfzehn zusätzliche Stellplätze

Mit der Inbetriebnahme des geplanten Tegel- und Schönefeld-Nachfolgers sind die Bauarbeiten noch lange nicht abgeschlossen. Noch einige Jahre wird der BER in mehreren Phasen erweitert. Eine Maßnahme ist dabei die Erweiterung des Vorfelds.

Bereits jetzt werden westlich des Hauptterminals 1 neue Abstellplätze angelegt. Fünfzehn zusätzliche Parkgelegenheiten entstehen dabei. Geeignet sind diese für Kurz- und Mittelstreckenflieger wie Airbus A320 oder Boeing 737, die dort vor allem über Nacht abgestellt werden.

Auftrag an externes Unternehmen

Ende 2021 sollen die Arbeiten fertig sein. Laut Lütke Daldrup wird der BER dann insgesamt Abstellplätze für 144 Flugzeuge besitzen. Den Auftrag zum Bau vergab die Betreibergesellschaft an einen Generalunternehmer. Die neuen Flächen nisten sich zwischen dem Hauptvorfeld und dem Vorfeld E ein, die bereits fertig sind und derzeit gegroundeten Fliegern von Lufthansa und Easyjet als Parkplatz dienen.

Bereits beim  Terminal 2 übergab das BER-Management die Verantwortung an ein externes Bauunternehmen. Als Zusatz zum bereits zu kleinen Hauptterminal wird das zusätzliche Terminal derzeit im Eiltempo gebaut. Eine einfache Industrie-Bauweise soll keine weiteren Verzögerungen verursachen. Doch erst Ende August können die Berliner Flughäfen mit Sicherheit sagen, ob auch das Terminal 2 rechtzeitig zum Start des BER fertig wird.

Staat untersucht Bilanzen

Zurück zum neuen Vorfeld: Profitieren soll das Bauprojekt auch von einem Betonwerk direkt am Flughafen. Kurze Transportwege sparen Zeit. Ebenso können die Bauarbeiten nachts erfolgen. Dies schont vor allen die Bauarbeiter. An warmen Sommertagen herrscht auf Vorfeldern oftmals eine brühende Hitze, unter der Schwerstarbeit geleistet werden muss.

Neuen Trubel gibt es derweil um die milliardenschwere, immer teurer gewordene Finanzierung des Großprojekts. Nach Berichten der Zeitung Tagesspiegel ging bei der Cottbusser Staatsanwaltschaft eine Anzeige gegen die Betreibergesellschaft der Berliner Flughäfen ein. Der bisher unbekannter Erstatter wirft dem BER-Management Bilanzfälschungen vor. Der Bundesrechnungshof kündigte eine Prüfung an.

«Ganz entspannt»

Auf die Anschuldigungen angesprochen, signalisiert Lütke Daldrup Gelassenheit. «Da sind wir ganz entspannt», so der BER-Chef. Die Betreibergesellschaft habe «vollstes Vertrauen in die Ermittlungsbehörden», an den Vorwürfen sei «nichts» dran, so der Manager.

Sehen Sie in der oben stehenden Bildergalerie Aufnahmen der Bauarbeiten für die neuen Abstellplätze am künftigen Berliner Flughafen BER.

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