Eine Boeing 737-200 der Nolinor Aviation: Die Fluggesellschaft könnte bald nicht mehr für Sépaq im Charterverkehr fliegen.

Anticosti-InselZu teure Flüge: Kanadische Insel denkt über eigenes Flugzeug für Jagd- und Naturtouristen nach

Die kanadische Insel Anticosti im Sankt-Lorenz-Golf zieht jedes Jahr Tausende Jagd- und Naturtouristen an. Doch die Charterflüge dorthin werden zum Problem: Die Nationalparkbehörde denkt darum über ein eigenes Flugzeug nach.

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Anticosti ist die größte Insel im Sankt-Lorenz-Golf. Bei der Volkszählung 2021 lebten gerade einmal 177 Personen in 90 Haushalten auf der Insel. Bekannt ist Anticosti vor allem für seinen gewaltigen Bestand an Weißwedelhirschen: Heute sollen über 160.000 Tiere auf der Insel leben. Den Grundstein dafür legte der französische Schokoladenhersteller Henri Menier, der die Insel 1895 für 125.000 Dollar erwarb und zu einem privaten Wildgehege umgestaltete. Damals setzte er lediglich 220 Weißwedelhirsche aus.

Gerade die Weißwedelhirsche ziehen besonders im Herbst und Winter Jäger aus aller Welt an. Die staatliche Gesellschaft der Provinz Québec für Natur- und Erholungsgebiete Sépaq verkauft Komplettpakete inklusive Flug, Unterkunft und Jagdführung. Im Sommer richtet sich das Angebot an Naturtouristen: Wanderungen, Lachsangeln und Tauchausflüge stehen auf dem Programm, der Flug ist dabei stets inklusive oder zubuchbar.

Eigenes Flugzeug, weil Chartergebühren explodieren

Bisher hat die Sépaq - kurz für Société des établissements de plein air du Québec - für die Charterflüge zur Insel mit Nolinor Aviation zusammengearbeitet, auch weil die Airline bei den Ausschreibungen der einzige Bieter war. Allerdings ist Nolinors Boeing 737-200 eigentlich zu groß und vor allem zu teuer für die Strecke. 2025 zahlte Sépaq 6,7 Millionen Dollar (rund 4,2 Millionen Euro) Chartergebühren und damit 1,6 Millionen Dollar mehr als 2024, berichtet Radio Canada.

Das staatliche Unternehmen prüft daher, ob es für die Strecke nach Anticosti ein eigenes Flugzeug anschaffen soll. «In diesem Zusammenhang haben wir über die Möglichkeit nachgedacht, uns vielleicht ein eigenes Flugzeug anzuschaffen», sagte ein Sprecher gegenüber Radio Canada. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen, das Projekt befinde sich weiterhin in der Prüfungsphase.

Mehr zum Thema

Blick aus dem Fenster und auf die Instrument der  Boeing 737-200: Flug von Goose Lake nach Yellowknife.

In einer 41 Jahre alten Boeing 737-200 von einer verschneiten Goldmine nach Yellowknife

Eine Boeing 737-200 der Nolinor Aviation: Die Fluggesellschaft vergrößert nach drei Jahren wieder ihre Flotte.

Nolinor Aviation verstärkt sich mit einem Boeing-Oldie

Die fünf ältesten zivilen Boeing 737, die noch aktiv sind: Die 737-200 C mit dem Kennzeichen C-GNRD von Nolinor Aviation ist 44 Jahre alt und wird als Cargoflieger genutzt.

Die ältesten Boeing 737 der Welt

Video

erste boeing 737 max tarom
Die rumänische Fluglinie steht kurz vor der Übernahme ihrer ersten Boeing 737 Max. Das Flugzeug von Tarom trägt schon seine Bemalung - und die zeigt neue Designelemente.
Timo Nowack
Timo Nowack
fiat panda mailand linate hawker
Ungewöhnlicher Unfall am Flughafen Mailand-Linate: Ein Fiat Panda ist dort ungebremst mit einem rollenden Privatjet kollidiert, wie ein Video einer Überwachungskamera zeigt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Flughafen Pereria: Massive Schäden am Terminal.
Ein Erdbeben der Stärke 7,4 hat im Westen Kolumbiens schwere Zerstörungen angerichtet und mindestens 110 Menschen das Leben gekostet. Auch der Luftverkehr ist betroffen: Sieben Flughäfen mussten ihren Betrieb einstellen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin