Überfluteter Airport in JapanWie Kansais Schutzmaßnahmen versagten

Taifun Jebi hat vor allem dem älteren Teil des Flughafens Kansai arg zugesetzt. Der Betreiber hat die Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen klar überschätzt.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Es war ein schlimmer Tag für den Kansai International Airport: Am Dienstag (4. September) überflutete Taifun Jebi den Flughafen, der auf einer künstlichen Insel in der Bucht von Osaka liegt. Terminal 1 wurde beschädigt und Kansai bleibt vorläufig geschlossen.

Von den beiden Start- und Landebahnen, die jeweils ein Terminal haben, wurde besonders die ältere Bahn 06R/24L getroffen. Die 3500 Meter lange Piste stammt aus dem Jahr 1994. Sie leidet aufgrund eines schwachen Fundamentes darunter, dass das Land absinkt. An einer Stelle sei sie seit der Eröffnung des Airports schon um mehr als vier Meter abgesunken, zitiert der TV-Sender NHK World Offizielle des Flughafens. Während die Piste normalerweise noch rund ein bis zwei Meter über dem Meeresspiegel liegt, setzte Jebi sie rund 50 Zentimeter unter Wasser.

Nicht die erste Überflutung

Im Jahr 2004 stand die Piste durch einen Taifun und eine Sturmflut schon einmal unter Wasser. Der Betreiber erhöhte darum den Schutzwall auf rund fünf Meter über Meeresspiegel und verkündete, das würde die Piste auch vor stärksten Stürmen und großen Wellen schützen. Am Dienstag gestand ein Offizieller dann ein, dass Jebi stärker war, als man erwartet habe. Er erklärte, man werde zusätzliche Schutzmaßnahmen ergreifen müssen.

Besser bestellt ist es um die zweite Start- und Landbahn. 06L/24R wurde erst im Jahr 2007 fertiggestellt, nachdem die Flughafeninsel durch erneute Neulandgewinnung erweitert worden war. Die Piste ist 4000 Meter lang, liegt rund 4,6 Meter über dem Meeresspiegel und hat laut dem Flughafenbetreiber keine größeren Flutschäden davongetragen.

Mehr zum Thema

Gleich zwei japanische Großflughäfen stehen still

Gleich zwei japanische Großflughäfen stehen still

Taifun überflutet Flughafen Kansai

Taifun überflutet Flughafen Kansai

Gepäckverladung am Kansai Airport: Viel Personal, große Genauigkeit.

Seit der Eröffnung vor 30 Jahren ging kein Gepäckstück verloren

Wie Stürme und Fluten Flughäfen bedrohen

Wie Stürme und Fluten Flughäfen bedrohen

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier