Trotz Corona-KriseWarum Frankfurt Terminal 3 weiterbaut

Die Corona-Krise lässt die Passagierzahlen am größten deutschen Flughafen einbrechen. Dennoch will Frankfurt den Bau des neuen Terminals 3 fortsetzen - aus zwei Gründen.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Stefan Schulte beschönigt nichts. «Wir befinden uns mitten in der schwersten Krise der modernen Luftfahrt. Die aktuelle Situation lässt selbst einen massiven Einbruch, wie nach der Finanzkrise, vergleichsweise harmlos erscheinen», so der Vorstandsvorsitzende der Flughafenbetreiberin Fraport im Redemanuskript für die Hauptversammlung vom 26. Mai, das vorab veröffentlicht wurde. Die bisherige Entwicklung und die Signale, die man aus dem Markt erhalte, deuteten darauf hin, dass das Minus bei den Passagierzahlen fürs gesamte Jahr in Frankfurt «60 Prozent oder mehr» betragen werde.

Trotzdem setzt der Konzern den Bau des Terminals 3 am Flughafen Frankfurt fort. Dafür gebe es zwei Hauptgründe, so Schulte. «Wir sind davon überzeugt, dass der Flugverkehr langfristig wieder wachsen wird. Ein neues Terminal wird nicht nur auf der Grundlage einer Prognose von zwei oder drei Jahren, sondern für die kommenden Jahrzehnte gebaut», so der Fraport-Chef.

«Massive technische und strukturelle Risiken»

Zudem wäre es gemäß Schultes Einschätzung «aus technischer und wirtschaftlicher Sicht grob fahrlässig, ein solches Großprojekt vorübergehend auf Eis zu legen und später wieder hochzufahren». Die Folge seien «enorme Mehrkosten» und «massive technische und strukturelle Risiken», führt der Manager aus. «Deshalb bauen wir weiter.» Geplant ist die Eröffnung für 2023.

Das neue Terminal 3 umfasst neben einer Passagierhalle zwei Flugsteige und 24 Gates mit Fluggastbrücken. Die Erweiterung schafft eine zusätzliche Kapazität von 14 Millionen Passagieren jährlich. Es wird rund 2,6 Kilometer Luftlinie von den bisherigen Terminals 1 und 2 entfernt gebaut, im Süden des Flughafengeländes. Zur Verbindung entsteht eine 5,6 Kilometer lange Bahnstrecke.

Mehr zum Thema

Die heutige Hochbahn Skyline fährt zwischen den Terminals 1 und 2.

Das ist der neue Frankfurter Terminal-Shuttle

Verschiedene Restaurants soll es geben, die einen Blick aus Vorfeld erlauben.,

Verspätung beim neuen Terminal 3 in Frankfurt

Der Flughafen Frankfurt braucht mehr Platz für Passagiere. Deshalb baut er das neue Terminal 3. Es liegt im Süden des Airports, hauptsächlich auf dem Gelände der 2005 geschlossenen amerikanischen Luftwaffenbasis Rhein-Main Air Base.

Das ist das neue Terminal 3

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack