Airbus A320 von S7 Airlines in Moskau: Die Flieger sind mit Sanktionen belegt.

Sanktionen USA drängen Türkei zu Verbot von Flügen aus Russland

Die Türkei ist das wichtigste Reiseziel ab Russland und ein wichtiges Transitland. Das gefällt den USA gar nicht. Jetzt macht Washington Druck auf Ankara.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Seit Russland am 24. Februar 2022 die Ukraine angriff, ist das Land zum Westen hin isoliert. Überflugsverbote und Sanktionen hindern die Einwohnerinnen und Einwohner daran, viele früher beliebte Ziele zu erreichen.

Einige verbleiben dennoch. Das mit Abstand wichtigste Ziel ist dabei die Türkei. Rund ein Viertel der internationalen Flüge entfielen vergangenes Jahr auf Ziele im Land. Sowohl russische als auch türkische Fluggesellschaften fliegen zwischen den Ländern. Die Türkei nimmt auch als Transitland eine wichtige Rolle ein, da Reisende in Istanbul umsteigen, um in andere Länder zu gelangen.

Türkei soll Sanktionen einhalten

Das missfällt den USA. Laut der Zeitung Wall Street Journal übt die Regierung in Washington massiven Druck auf den Nato-Partner Türkei aus. Sie fordert, dass keine russischen Airlines mehr in die Türkei fliegen dürfen.

Das Land solle es auch unterlassen, Flugzeuge russischer Airlines aus amerikanischer Produktion zu warten. Auch die Versorgung mit Ersatzteilen amerikanischer Herkunft seien laut den 2022 erlassenen Sanktionen verboten, warnen die USA. Die Türkei ist seit 1952 Mitglied des Verteidigungsbündnisses Nato und damit ein Partner der Vereinigten Staaten.

Drohung mit Haftstrafen

Als Reaktion auf den Angriff auf die Ukraine hatte die Regierung von Präsident Joe Biden im Februar letzten Jahres Ausfuhrkontrollen eingeführt, die Russland den Einsatz von in den USA hergestellten Flugzeugen untersagen. Die Exportkontrollen verbieten, dass in den Vereinigten Staaten hergestellte Flugzeuge oder solche, die zu mehr als 25 Prozent aus amerikanischen Teilen bestehen, nach Russland oder Belarus fliegen.

Im vergangenen Monat drohten daher Beamte aus den USA der Türkei mit Haftstrafen, Geldstrafen und dem Entzug von Exportprivilegien für Personen und Unternehmen, wenn sie gegen die Sanktionen verstoßen. Dies berichtet die russische Nachrichtenagentur Ria. Die stellvertretende amerikanische Handelsministerin Thea Roseman Kendler soll die Position Washingtons schon im Dezember an türkische Offizielle übermittelt haben.

Aeroflot fliegt seit Mai wieder

Die Zahl der Flüge aus Russland in die Türkei hat sich seit Kriegsbeginn mehr als verdreifacht. Das Angebot in angrenzende Länder oder zu Destinationen, bei denen kein Flugverbot besteht, wie Ägypten, oder zu Zielen am Persischen Golf blieb dagegen stabil.

Aeroflot hatte im Mai den Flugverkehr in die Türkei wieder aufgenommen, nachdem die meisten internationalen Flüge im März nach der Invasion eingestellt worden waren. Russlands zweitgrößte Fluggesellschaft, S7, sowie Azur Air, Utair und die belarusische Belavia flogen im vergangenen Jahr ebenfalls in die Türkei, auch mit Boeing-Flugzeugen.

Mehr zum Thema

Türkeiflagge auf einem Schiff am Bosporus: Das Land ist ein beliebtes Flugziel der Russen.

Das wichtigste Flugziel der Russen

Flugbegleiterin von Aeroflot: Die russische Airline transportiert weniger Passagiere.

Aeroflot legt ein Viertel der Flotte still

Anzeigetafel in einem russischen Flughafen: Trotz Sanktionen mehr Reisende.

Ausländische Fluglinien verdoppeln Passagierzahlen nach Russland

Airbus A350-1000 bei der Farnborough Airshow: Bisher noch die längste Version des A350.

Airbus prüft zweite A350-Produktionslinie - und will bald über A350-2000 entscheiden

Video

latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die D-AIHW von Lufthansa: Der Airbus A340-600 machte die Derière.
Jetzt ist es vorbei mit Airbus A340-600 bei Lufthansa. Zum Abschied des letzten Exemplares des Vierstrahlers blicken wir auf fünf Besonderheiten zurück, die ihn zu einem der faszinierendsten Langstreckenjets machten.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
airbus a321 p2f qantas
Einst beförderten sie Fluggäste für China Southern: Jetzt erweitert Qantas mit umgebauten A321 ihre Frachterflotte und fliegt mit den Airbus-Jets für die australische Post. Es ist die Ablösung für die BAE 146-300.
Timo Nowack
Timo Nowack