Flughafen Zürich: Flüge werden umgeleitet und annulliert.

Skyguide-PanneTechnische Störung legt Flugverkehr in der Schweiz lahm

Eine technische Störung legte die schweizerische Flugsicherung Skyguide während Stunden lahm. Deshalb musste der Luftraum über der Schweiz gesperrt werden, Flüge in Zürich und Genf wurden annulliert oder umgeleitet.

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Die Lotsinnen und Lotsen in der Schweiz konnten am Mittwochmorgen (15. Juni) nicht arbeiten. Denn bei ihrem Arbeitgeber Skyguide kam es in den frühen Morgenstunden zu einer technischen Störung. Das hatte heftige Folgen. Aus Sicherheitsgründen musste der Schweizer Luftraum für den Verkehr gesperrt werden. Das heißt: Es gab während Stunden keinerlei Flüge.

Davon betroffen waren auch die beiden Flughäfen Zürich und Genf. Dort konnten bis um rund 9 Uhr keine Flugzeuge starten und landen. An den beiden schweizerischen Airports waren alle Flüge bis auf Weiteres annulliert worden. Langstreckenflüge, die am Morgen hätten ankommen sollen, wurden umgeleitet.

Umgeleitet nach Frankfurt, München, Wien

So wurden in Zürich Flugzeuge von Etihad (aus Abu Dhabi kommend), Singapore Airlines (Singapur), Thai Airways (Bangkok) und United (Washington) nach München geschickt. Eine aus Shanghai kommende Maschine von Swiss musste in Wien landen und zwei Flüge von United (Chicago und New York) landeten in Frankfurt.

In Genf wurde eine aus New York kommende Boeing 767 von United nach Paris geschickt. Nicht betroffen war der Flughafen Basel/Mulhouse. Er wird von der französischen Flugsicherung betreut.

Schrittweises Hochfahren

Swiss als am stärksten betroffene Fluglinie erklärte, man leite die anfliegenden Langstreckenflüge an verschiedene Flughäfen in Nachbarländern um, so auch nach Lyon, Mailand und Wien. Europaflüge starteten nicht. Man sei aber «bestrebt, in dieser herausfordernden Situation möglichst rasch Lösungen für die betroffenen Fluggäste zu finden», so die Fluggesellschaft.

Um 8:30 Uhr kam dann schließlich die positive Nachricht: Die technische Störung sei behoben, so Skyguide. Die Luftraumsperre sei aufgehoben worden. Die Flughäfen Genf und Zürich nahmen danach den Betrieb schrittweise wieder auf. Doch normal läuft der auch jetzt noch nicht. In Zürich beispielsweise fanden bis um 09:30 Uhr nur rund die Hälfte der Flüge statt. Ab 09:30 Uhr waren es am größten Schweizer Airport 75 Prozent der Kapazität und ab 10 Uhr wieder 100 Prozent.

Große Informatikpanne

Details zur Art der Störung nannte Skyguide zunächst nicht, bekannt war lediglich, dass es sich um einen großen Informatikausfall handelte. Die Untersuchung zum Ausfall liefen noch, so eine Sprecherin von Skyguide im Nachgang. Es habe aber ein Problem mit einer Netzwerkkomponente gegeben, die ersetzt werden musste. «Danach mussten die Systeme auf deren Stabilität und der Zuverlässigkeit der Daten geprüft werden.»

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