Samy Kramer im Cockpit.

Imaginäres Bild am HimmelSo absolvierte der deutsche Pilot den Spritzenflug

Ein 20-jähriger Pilot aus Süddeutschland zeichnete mit einem Kleinflugzeug eine Spritze an den Himmel. Im Gespräch erklärt er, wie es dazu kam und wie das ablief.

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Das Fliegen packte ihn schon als Jugendlicher. Als er 14 Jahre alt war, trat Samy Kramer dem Luftsportverein Biberach bei und begann mit Segelflugsport. Seit einem Jahr nun ist der 20-jährige Student aus Friedrichshafen motorisiert unterwegs. Beim Luftsportclub Friedrichshafen absolviert er Flugstunden.

Ab und zu flog Kramer dabei auch spezielle Formen ab. Im Mai zeichnete er zum Beispiel das Trollface an den Himmel. Und als er dann für den 23. Dezember einen weiteren Flug geplant hatte, wollte er wieder so etwas tun. «Ich hatte für den Tag nichts Genaues geplant und dachte, es wäre anlässlich des Impfbeginns mal Zeit für ein Radarbild einer Spritze», sagt er. In der Folge flog er ab Friedrichshafen Richtung Ulm und zurück und zeichnete so mit einer Diamond DA20 Katana das Bild einer Spritze an den Himmel.

Wind von 74 Kilometer pro Stunde

Die Vorbereitungen für den speziellen Flug dauerten nicht allzu lange. Rund eine halbe Stunde habe es gedauert, erzählt Kramer. «Ich habe dabei einfach jeden GPS-Punkt ins iPad eingezeichnet», sagt er. Dann ging es mit dem Flugzeug mit dem Kennzeichen D-ENIG los. «Ich bin dann diesen GPS-Punkten quasi hinterhergeflogen». Er habe dabei natürlich auch Lufträume in den durchflogenen Bereichen beachtet und «entsprechend auch meine Flughöhe angepasst».

Der rund anderthalbstündige Flug verlief recht normal. «Lediglich der Wind war mit 40 Knoten oder rund 74 Kilometern pro Stunde keine Hilfe, aber das war bei der Flugplanung schon bekannt», so Kramer. Entsprechend habe er gegen den Wind vorhalten müssen.

Ziemlich steile Kurven

Was anders als bei normalen Flügen war, waren die steilen Kurven. «Die Schräglage war natürlich recht hoch, um die engen Radien der 90-Grad-Kurven genau einhalten zu können», so Kramer. Man sehe auf dem Radarbild recht schnell, wenn unsauber geflogen werde. «Es gibt nur eine geringe Fehlertoleranz.»

Eine Botschaft wollte Kramer mit seinem Flug nicht vermitteln. «Die Absicht war eigentlich nur ein Denkanstoß», sagt er. Wie jeder das Bild interpretiere, sei «ihm selbst überlassen».

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