Airbus A320 von S7 Airlines am Flughafen Domodedovo: Geht der Airport in Staatshand über?

DomodedovoRussland will zweitgrößten Moskauer Flughafen verstaatlichen

Der Flughafen Moskau-Domodedowo gilt als profitabel. Nun beabsichtigt der Staat, den Airport zu übernehmen. Die russische Generalstaatsanwaltschaft hat den Eigentümer und den Aufsichtsratsvorsitzenden verklagt.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Der Moscow Domodedovo International Airport ist nach dem Flughafen Moskau Scheremetjewo, der Heimat von Aeroflot, der zweitgrößte Airport Russlands. Laut der Zeitung Kommersant wurden dort im vergangenen Jahr mehr als 20 Millionen Fluggäste abgefertigt. S7 Airlines, Ural Airlines sowie Red Wings Airlines sind in Domodedovo zu Hause.

Der Flughafen gehört seit der Privatisierung Ende der 1990er-Jahre dem Geschäftsmann Dmitri Kamenshchik. Zusammen mit Waleri Kogan, dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats, ist Kamenshchik nun von der russischen Generalstaatsanwaltschaft angeklagt worden. Ihnen wird vorgeworfen, zwischen 2021 und 2023 unter dem Vorwand der Kreditrückzahlung 18 Milliarden Rubel, was heute rund 17,5 Millionen Euro entspricht, ins Ausland transferiert zu haben.

Übertragung von 100 Prozent der Anteile

Zudem sollen sie verschleiert haben, dass sie mehrere Staatsbürgerschaften besitzen, so der Vorwurf, was nach russischem Recht illegal ist, da Ausländer keine bedeutenden russischen Unternehmen kontrollieren dürfen. Die Generalstaatsanwaltschaft sieht Kamenshchik und Kogan zudem als Teil einer westlichen Strategie zur Schädigung der russischen Wirtschaft. Sie sollen die Flughafenmodernisierungen sabotiert und Gelder dafür veruntreut haben.

Daher fordert die Generalstaatsanwaltschaft die Übertragung von 100 Prozent der Anteile des Unternehmens DME Holding, dem der Flughafen Domodedovo gehört, an den Staat. Die erste Gerichtsverhandlung ist für den 28. Februar festgesetzt worden. Neben Kamenshchik und Kogan sind rund 30 weitere Unternehmen angeklagt, darunter auch solche, die an der Verwaltung des Flughafens beteiligt sind.

Aktien beschlagnahmt

Der russische Staat hat bereits einen ersten Schritt in Richtung Verstaatlichung unternommen. Laut Kommersant hat das Schiedsgericht dem Antrag der Generalstaatsanwaltschaft auf einstweilige Maßnahmen stattgegeben und 100 Prozent der Aktien der DME Holding beschlagnahmt. Zudem wurden alle Transaktionen mit den Aktien untersagt und die Eigentümer verpflichtet, den ununterbrochenen Betrieb des Flughafens sicherzustellen.

Der Flughafen erklärt, dass «alle Anforderungen der russischen Gesetzgebung strikt eingehalten werden». Gleichzeitig berichten russische Medien, dass Kamentschik seine ausländische Staatsbürgerschaft bereits vor langer Zeit aufgegeben und dies den Aufsichtsbehörden mitgeteilt hat, während Kogan nie eine ausländische Staatsbürgerschaft besessen haben soll.

Domodedovo profitabel

Kritiker sehen die Anklage als erneuten Versuch des Staates, die Kontrolle über den Flughafen zu übernehmen. Denn Moskau-Domodedowo gilt als sehr profitabler Airport. In der Vergangenheit waren bereits andere Klagen von staatlicher Seite gegen ihn gescheitert.

Mehr zum Thema

Drohnenangriff auf Flughafen Moskau-Domodedovo

Drohnenangriff auf Flughafen Moskau-Domodedovo

Der Wassertransporter unter dem Rumpf des Airbus A380: Der Fahrer liegt im Krankenhaus.

Fahrer erleidet Schlaganfall - und rammt Airbus A380 von Emirates

Irkut MS-21: Drei Varianten geplant.

Russland macht Ernst mit kürzerer Version der Yakovlev MS-21

ticker-russland

Russland plant riesiges Sperrgebiet für Privatflüge

Video

Die Alternativroute für Project Sunrise: Sie führt am Nordpol vorbei.
Wenn die australische Fluggesellschaft ab 2027 nonstop zwischen Sydney und London fliegt, führt ein Teil der Flüge über eine der entlegensten Regionen der Erde. Die nördliche Alternativroute über die Polarregion bringt Qantas mehr Flexibilität und den Passagieren außergewöhnliche Ausblicke.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
INNA und Wizz Air: Das Video zu Wizz Away wurde am Flughafen Bukarest gedreht.
Wizz Air bringt mit dem Popstar Inna einen Song heraus. Wizz Away soll zum Sommerhit werden. Die Kombination Fluggesellschaft und Musik ist nicht neu. Ein Überblick von Fantasiesprache über Kerosin im Blut bis zu Mr. Trololo.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A350-1000 ULR von Qantas: Spezieller Flieger für spezielle Route.
Mehr als zehn Jahre nach der Ankündigung steht der Starttermin fest: Ab Oktober 2027 wird die australische Fluglinie nonstop von Sydney nach London fliegen. Die ultralange Strecke knüpft an ein legendäres Kapitel der Geschichte von Qantas an.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin