Boeing 777-300ER von Emirates: Die Landung in Birmingham ist zuerst missglückt.

Orkan Xaver fordert Piloten

Der Sturm sorgt europaweit für Störungen im Luftverkehr. Passagiere wurden wegen Xaver durchgeschüttelt, die Crews vor Herausforderungen gestellt.

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Luftfahrt

In Hamburg lief am Donnerstag (5. Dezember) gar nichts mehr. Der Airport der Hansestadt stoppte wegen Sturm Xaver die Abfertigung von Flugzeugen bis um Mitternacht. Starts und Landungen waren theoretisch noch erlaubt, «sofern dies von den jeweiligen Piloten gewünscht wird», wie der Flughafen mitteilte. Nach 14.25 Uhr tat das aber keiner mehr. Rund 120 Flüge fielen insgesamt aus. Für Freitag sind ebenfalls bereits Dutzende Flüge ab und nach Hamburg annulliert worden.

Nicht nur in Deutschland setzt Xaver dem Flugverkehr zu. Auch in Großbritannien stellte der Orkan Piloten vor riesige Herausforderungen. An einigen Flughäfen mussten sie sich in der Kunst von extremen Seitenwindlandungen (im Jargon Crosswind Landings genannt) versuchen. Sie brauchen viel Können, Fingerspitzengefühl und Aufmerksamkeit. Denn der starke Wind muss beim Anflug einkalkuliert und ausgeglichen werden.

Emirates B777 schafft es im dritten Versuch

Dass das nicht immer so einfach ist, zeigte sich gestern exemplarisch am Flughafen Birmingham. Ein Planespotter filmte zwei extreme Beispiele. Zuerst versuchte eine Bombardier Dash 8 von Brussels Airlines auf der Piste aufzusetzen, musste die Landung dann aber wegen der starken Böen doch noch abbrechen. Später wollte eine Boeing 777-300ER von Emirates in Birmingham landen. Der erste Versuch misslang, der zweite ebenso - erst im dritten gelang es dem Piloten dann seine Maschine auf den Boden zu bringen, allerdings am Ausweichflughafen London Gatwick. So schlimm es für die Passagiere wohl war - passiert ist dabei niemandem etwas.

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