Airbus A319 von Tap landet auf Madeira: Die Windstärken haben in den letzten Jahren zugenommen.

Cristiano-Ronaldo-AirportMysteriöse Zunahme der Windstärke am Flughafen Madeira alarmiert Regierung

Immer wieder müssen Flüge nach Madeira aufgrund der Windverhältnisse am Cristiano-Ronaldo-Airport umgeleitet werden. Neue Untersuchungen zeigen, dass die Windgeschwindigkeiten sogar noch zunehmen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Der Flughafen Madeira gehört zu den spektakulärsten und am schwierigsten anzufliegenden Flughäfen der Welt. Er liegt im Südosten der Atlantikinsel etwa 50 Meter über dem Meer. Zur nördlichen Seite erhebt sich ein 500 bis 800 Meter hoher Steilhang, der absteigende Fallwinde und Windscherungen über der Landebahn verursacht. Die Kombination aus Steilküste, Bergen und Meer sorgt für schwierige Windverhältnisse.

Immer wieder müssen Flugzeuge nach Porto Santo, Teneriffa oder Marrakesch umgeleitet werden. Im März musste ein Airbus A321 Neo von Wizz Air über zwei Stunden Schleifen fliegen. Die schwierigen Windverhältnisse sorgen auch immer wieder für harte Landungen, bei denen die Struktur der Flugzeuge beschädigt werden kann, wie etwa bei einem Airbus A320 Neo von Marabu im Sommer 2025.

Windgeschwindigkeiten haben deutlich zugenommen

Hugo Espírito Santo, Portugals Staatssekretär für Infrastruktur, teilte am 20. Mai mit, dass sich die Windstärke am Flughafen Madeira seit 2015 ungewöhnlich stark verändert hat. In den letzten zehn Jahren habe sie im Schnitt um rund drei Knoten, was etwa 5,5 km/h entspricht, zugenommen. Das sei laut Espírito Santo der Grund, warum zahlreiche Starts und Landungen am Cristiano-Ronaldo-Airport nicht durchgeführt werden konnten, berichtet die Zeitung Diario de Noticias Madeira.

Der Staatssekretär kündigte an, dass das portugiesische Institut für Meer und Atmosphäre (IPMA) und das Nationale Labor für Bauingenieurwesen (LNEC) die Ursachen dieses Phänomens untersuchen werden. Gleichzeitig teilte Espírito Santo mit, dass das im Dezember 2024 installierte Wind-Erkennungssystem MAD Winds sich weiterhin in der Testphase befindet, die eigentlich im Dezember 2025 hätte enden sollen. Der Grund ist, dass sich das Zertifizierungsverfahren als komplexer erwiesen hat als erwartet.

Erkennungssystem für bessere Prognose

Zwar ist MAD Winds weiter nicht im Regelbetrieb im Einsatz, aber Daten liefert das rund 3,5 Millionen teure System dennoch. MAD Winds verwendet X-Band-Radar sowie ein sogenanntes Lidar-System, das neben anderen meteorologischen Daten auch Windgeschwindigkeiten erfasst. Dazu nutzt es Laserstrahlen, die von Schwebeteilchen reflektiert werden. Ebenfalls zu MAD Winds gehört ein neues Verarbeitungssystem, das die Daten schneller und präziser analysiert.

Installiert und betrieben wird das System von der portugiesischen Flugsicherung, die dank des Systems kritische meteorologische Phänomene wie Scherwinde, Turbulenzen und Fallwinde besser vorhersagen können möchte.

Hinter aeroTELEGRAPH steckt mehr als eine Website: ein Team erfahrener Journalistinnen und Journalisten, das fliegt, recherchiert und einordnet – Tag für Tag. Mit Ihrer Unterstützung bleiben wir unabhängig und Sie lesen werbefrei. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

Ein Airbus A321 Neo von Wizz Air und der Flugverlauf vor Madeira: Viele Runden, dann Landung auf der Nachbarinsel.

Airbus A321 Neo von Wizz Air dreht 18 Runden vor Madeira - und dann nochmal zehn

Vor dem Flug nach Madeira: Einblick ins Tui-Cockpit.

So läuft im Tui-Cockpit das Briefing vor dem Flug

Airbus A320 Neo von Marabu: Das Flugzeug mit der Kennung ES-MBD ist momentan am Boden.

Harte Landung auf Madeira: Airbus A320 Neo von Marabu kommt wohl mit heiler Haut davon

Easyjet-Flugzeug in Funchal: In diesem Fall glückte die Landung.

Madeira will mit neuer Technik den fiesen Winden beikommen

Video

Airbus A380 von Lufthansa: Die D-AIMH wird noch bis Anfang Juni in. Dresden umgebaut.
Noch hängen Kabel aus der Kabine und manche Fußablagen fehlen. Doch der Umbau der Airbus A380 von Lufthansa bei EFW in Dresden zeigt bereits, wie die modernisierte Business Class aussehen wird. Der Zeitplan ist straff – und die Logistik kompliziert.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Der Moment vor dem Absturz: Die Cessna kollidiert mit dem Gleitschirm.
Eine Paragliderin überlebt mit Glück den Zusammenstoß mit einer Cessna. Der Unfall wirft Fragen auf: Wer muss wem ausweichen? Und warum sehen sich Motorpiloten und Gleitschirmpiloten im selben Luftraum oft erst im letzten Moment?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Ramy RC vor seinem Lufthansa-Airbus-A380: Ganz schön groß.
Ein Airbus A380 als Modellflugzeug klingt spektakulär – doch das von Ramy RC sprengt selbst in der Modellbauwelt die Dimensionen. Der Nachbau des Lufthansa-Superjumbos mit Speziallackierung ist fast neun Meter lang und kann tatsächlich fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin