Terminal 2 in Frankfurt: Sein Umbau würde Lufthansa Group Möglichkeiten eröffnen.

Wunsch nach Joint VentureLufthansa will Münchner Modell nach Frankfurt holen – Terminal 2 im Fokus

Die deutsche Gruppe prüft in Frankfurt eine neue Form der Zusammenarbeit. Nach dem Vorbild Münchens könnte Lufthansa Group Terminal 2 künftig gemeinsam mit Flughafenbetreiber Fraport betreiben – eine Entscheidung mit Folgen auch für München.

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Lufthansa, Frankfurt und München - die Airline und ihre Drehkreuze könnte man unter dem Beziehungsstatus «es ist kompliziert» abheften. Mal ist der Konzern unzufriedener mit dem einen, mal mit dem anderen Drehkreuz. Zuletzt bekam Frankfurt die deutlichste Kritik zu hören.

Konzernchef Carsten Spohr hatte im vergangenen Oktober in Frankfurt öffentlich darauf verwiesen, dass die Zusammenarbeit zwischen Airline und Flughafen dort nicht das Niveau erreiche, das man aus München kenne. Während er die operative Leistung am Main zwar lobte, kritisierte er zugleich Qualität, Kosten und Kundenzufriedenheit – und machte deutlich, dass Lufthansa hier eine andere Form der Kooperation anstrebt - ähnlich wie am Flughafen München.

Lufthansa und Flughafen München arbeiten zusammen

Dort betreibt Lufthansa Group gemeinsam mit dem Flughafenbetreiber das Terminal 2. Die Gruppe hält 40 und die Flughafengesellschaft FMG 60 Prozent. Sie teilen sich also Kosten und Erlöse. In Frankfurt gibt es so eine Kooperation bislang nicht.

Jetzt scheint man bei Lufthansa offenbar Chancen zu sehen, das zu ändern. Wie die Zeitung Handelsblatt berichtet, geht es um das Terminal 2 am Flughafen Frankfurt. Aktuell wird das neue Terminal 3 gebaut. Eröffnet wird es am 22. April. Nach der Eröffnung führen Airlines Flüge in den Schengen- und Non-Schengen-Raum durch. Dazu ziehen von Mitte April bis Anfang Juni in vier Wellen insgesamt 57 Fluglinien, die aktuell im Terminal 2 angesiedelt sind, dauerhaft in das Terminal 3 um.

Ziehen Lufthansa und Star Alliance ins Terminal 2 in Frankfurt?

Sobald das neue Terminal 3 in Betrieb ist, plant Betreiber Fraport, das bestehende Terminal 2 zu schließen und zu sanieren. Danach könnten dort Lufthansa und ihre Partner aus der Star Alliance gebündelt einziehen. Innerhalb des Konzerns wird allerdings ein weitergehender Ansatz favorisiert: ein gemeinsamer Betrieb des Terminals mit Fraport in Form eines Joint Ventures.

Gegenüber dem Handelsblatt wollten sich weder Fraport noch Lufthansa Group zu den Plänen äußern. Der Flughafenbetreiber soll laut Informationen der Wirtschaftszeitung allerdings eher zurückhaltend sein.

Plan B: Terminal 2 in München ausbauen

Sollte es in Frankfurt keine Kooperation geben, würde Lufthansa wohl in München mehr wachsen. Dort besteht noch die Option des Ausbaus des Terminal 2. Die Pläne wurden in der Pandemie auf Eis gelegt. Jetzt bestehen sie wieder, so das Handelsblatt.

Doch für die Umsetzung müssen die Anteilseigner der Flughafengesellschaft FMG zustimmen: Der Freistaat Bayern, die Bundesrepublik Deutschland und die Landeshauptstadt München. Eine Voraussetzung für die Zustimmung dürfte sein, dass Lufthansa in München kräftig wächst.

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