Pekinger Tower: Nicht immer spricht man englisch.

Mandarin in PekingLotsen sprechen kein Englisch

Ausländische Fluglinien beklagen sich über die Flugsicherung in Peking. Die Lotsen seien manchmal verwirrt und würden in der falschen Sprache kommunizieren.

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Für die einheimischen Piloten ist es eine angenehme Sache: Die Flugsicherung an Pekings internationalem Flughafen Beijing Capital International Airport spricht mit Crews chinesischer Fluggesellschaften Mandarin. Mit ausländischen Piloten sprechen sie Englisch. Doch die haben sich nun beschwert. Sie verlangen, dass Englisch für alle Fluggesellschaften Pflicht wird.

Der Grund: Oft führe die Zweisprachigkeit zu Verwirrung, beklagen sie sich. Vor allem, wenn es zu gefährlichen Situationen komme, in denen die Lotsen schnell reagieren müssen, komme es gelegentlich zu Verwechslungen. Es sei wichtig, dass es für alle beteiligten Piloten eine einheitliche Sprache im Funkverkehr gebe. Vom Flughafen in Peking hieß es gegenüber dem Portal Air Transport World nur, dass die Sprachregelung sich bewährt habe. Mehr wolle man zum Thema nicht sagen.

Auch in Frankreich mehrsprachig

China ist nicht das einzige Land, in dem die Luftfahrt mehrsprachig ist. Auch in einigen europäischen Ländern wird in der Landessprache gefunkt - so zum Beispiel in Russland, Spanien oder Frankreich. Aber: jeder Linienpilot und Fluglotse muss die englische Flugfunksprache beherrschen. Ein russischer Pilot soll ja auch in Paris landen können.

Und auch Englisch schützt vor Problemen nicht. Mangelhafte Englischkenntnisse gelten bei diversen heiklen Situationen der Luftfahrt als Auslöser. So kollidierte ein polnischer Pilot 2009 beispielsweise über Heathrow beinahe mit einem anderen Jet, weil er die Anweisungen des Kontrollturms nicht verstanden hatte. 2003 ließen israelische Lotsen einen kasachischen Kapitän nicht landen, weil sie ihn für betrunken hielten. In Wahrheit sprach er einfach miserables Englisch. Besonders schlimm ging ein Unglück 1996 über Indien aus. Weil sie sich kaum verständigen konnten, stießen die Piloten einer B747 von Saudi Airlines und eine Iljuschin Il-76-Frachtmaschine zusammen.

Sprache zentral in Krisensituationen

Eine Studie zweier slowakischer Wissenschafter von der Universität Kosice machte die Kommunikation als zentrales Element in Krisensituationen aus. Daher sei die Beherrschung der Luftfahrt-Sprache Englisch eine zentrale Voraussetzung, folgern die Autoren.

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