Doch später im September gab es dann zumindest eine kleine Wende: Lufthansa kündigte die Rückkehr der Frankfurt-Strecke für den Sommer 2027 an, allerdings mit nur einer Verbindung pro Tag, nicht wie zuvor bis zu fünf. Und das Ganze hat seinen Preis: Zum einen fliegt Lufthansa München dann etwas weniger an. Zum anderen kommt der Flughafen der Airline bei den Gebühren entgegen. Auf Anfrage wollen sich dazu zwar beide Seiten nicht äußern. Doch Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte bestätigte es laut dem Radio-Bremen-Magazin Buten un Binnen und sagte: «Bei solchen Verhandlungen ist es immer ein Geben und Nehmen. Beide Seiten müssen sich aufeinander zubewegen.» Details nannte er nicht.
Ryanair teilt Behörde Rückzug zu Ende März 2027 mit
Jetzt gibt es den nächsten Dämpfer für den Flughafen, dieses Mal von einem Billigflieger. Ryanair hat der Bremer Wirtschaftsbehörde laut Informationen von Buten un Binnen schriftlich mitgeteilt, dass sie ab April 2027 nicht mehr von und nach Bremen fliegen wird.
«Forderungen, die in keiner Weise zu erfüllen sind»
Seit September liefen Verhandlungen zwischen Bremen und Ryanair über neue Konditionen. «Nun kamen Forderungen auf uns zu, die in keiner Weise zu erfüllen sind - weder juristisch wegen des Beihilferechts, noch wirtschaftlich», so Stührenberg. Ryanair habe eine massive Reduktion der Gebühren gefordert. «Wenn man davon ausgeht, dass wir für jeden Passagier bis zu fünf Euro mitbringen müssten, dann ist das keine Verhandlung. Das ist nicht seriös.»
Bremen erzielt mit Ryanair zuletzt Einnahmen von rund drei Millionen Euro jährlich. Der Aufsichtsratschef erklärte, man müsse nun die Sparmaßnahmen nochmal intensivieren. «Dazu werden wir jetzt einen Sanierungsgeschäftsführer einstellen.» Das schaffe eine Perspektive, auf dem langen Weg zu einer schwarzen Null bei den Finanzen. «Gegebenenfalls müssen wir noch härtere Maßnahmen einleiten», sagte Stührenberg.
Ryanair aktuell mit fünf Strecken ab Bremen
Ryanair fliegt schon seit fast 20 Jahren ab Bremen. Aktuell steuert sie von dort aus Zadar, Alicante, Malaga, Palma de Mallorca und London-Stansted an. Stührenberg betont besonders London als wichtige Destination. «Da sind wir schon länger im Gespräch mit anderen Airlines. Das Ziel muss sein, es so schnell wie möglich wieder herzustellen.»
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