Zwei Boeing B767 von Austrian am Flughafen Wien: «Noch nie eine solche Kumulation».

AUA greift Flughafen Wien an

Nachdem mehrmals Jets am Boden beschädigt wurden, geht Austrian Airlines mit ihrer Basis Schwechat scharf ins Gericht.

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Man überweise jährlich Millionenbeträge an den Flughafen Wien, verschafft sich ein Vorstandsmitglied der österreichischen Nationalairline in einem internen Brief an die Mitarbeitenden Luft. Da dürfe man schon eine andere Leistung erwarten. Gleich zwei Flugzeuge wurden in den letzten Wochen durch Mitarbeitende des Flughafens Schwechat beschädigt - eine Boing B767 und eine B777. Kürzlich ist zudem nun auch noch ein Passagierbus mit Fluggästen an Bord auf dem Weg zur Maschine mit einem anderen Fahrzeug kollidiert. Dabei wurden einige Personen leicht verletzt. «Dabei waren immer Fahrzeuge der Flughafen Wien Aktiengesellschaft involviert. Sei es beim Push-Back, beim Towing, bei der Beladung des Flugzeugs oder sonst bei Fahrten rund um das Flugzeug», enerviert sich der AUA-Manager im Schreiben, welches das Fachportal Austrian Wings publik machte.

In seiner langjährigen Tätigkeit habe er «noch nie eine solche Kumulation von Vorfällen erlebt, für die der Flughafen Wien verantwortlich ist. Diese Dimension ist weder Industriestandard, noch wird sie einem normalen Qualitätsanspruch gerecht» fährt der Manager im Brief fort. Und das habe Folgen. Neben den Kosten für die Reparaturen müsse man Ertragsausfälle und Betriebsstörungen zahlen. Deshalb intervenierte Austrian Airlines nun bei den Verantwortlichen des Flughafens Wien. Dort erklärt man, man stehe mit AUA in Kontakt. Es sei eine Arbeitsgruppe eingesetzt worden, die versuche die Zwischenfälle zu reduzieren. «Die jüngsten Ereignisse sind sehr unangenehm, die Anzahl derartiger Vorfälle liegt aber bisher um 60 Prozent unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, das ist einer der niedrigsten Stände aller Zeiten», ergänzte Sprecher Peter Kleemann gegenüber dem TV-Sender ORF.

Rumpf beschädigt

Anfang August hatte ein Traktor eine Boeing B777 routinemäßig in einen Hangar geschleppt. Dabei touchierte die Maschine die Wand des Gebäudes und wurde oberhalb der Cockpitfensters beschädigt. In derselben Woche wurde eine B767-300ER von AUA beladen. Die Passagiere waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht an Bord. Doch ein Fahrzeug des Flughafens führte ein unsachgemäßes Manöver durch und beschädigte den Jet. Dieses Mal traf es die hintere Frachttür. Beide Flieger mussten während mehreren Tagen repariert werden und fielen für den Betrieb aus.

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