American AirlinesFluggäste fliehen in Denver auf Tragfläche einer Boeing 737

Die Boeing 737 landete sicher, doch dann ging etwas schief. Ein Triebwerk des Jets von American Airlines fing in Denver Feuer - und nicht alle Fluggäste flohen über die Notrutschen.

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Luftfahrt

Mit der aufs Dach gedrehten Bombardier CRJ 900 von Delta Air Lines hat sich in diesem Jahr schon ein extremes Bild ins Gedächtnis der Menschen in Nordamerika eingebrannt. Nun gibt es einen weiteren Vorfall, der zu beunruhigenden Bildern führt.

Eine als Flug AA1006 aus Colorado Springs kommende Boeing 737-800 von American Airlines wurde am Donnerstag (13. März) nach Denver umgeleitet. Der Grund: Die Crew hatte Triebwerkvibrationen gemeldet, wie die Luftfahrtbehörde FAA erklärt, die auch eine Untersuchung ankündigt. Der 13 Jahre alte Jet mit der Kennung N885NN landete sicher.

Flucht auf die linke Tragfläche

Doch: «Nach der Landung und während des Rollens zum Gate fing ein Triebwerk Feuer, woraufhin die Fluggäste das Flugzeug über die Rutschen evakuierten», schreibt die FAA. Videoaufnahmen zeigen, dass nicht alle Reisende die Rutschen als Ausweg nutzten, sondern etliche auch auf die linke Tragfläche flohen. Dort erhielten sie Hilfe von Flughafenpersonal am Boden. Von der anderen Seite des Flugzeugs stieg im Hintergrund dunkler Rauch auf.

Laut American Airlines wurden alle 172 Fluggäste und sechs Besatzungsmitglieder an Bord der Boeing 737 evakuiert und ins Terminal gebracht. Die Feuerwehr löschte den Brand und erklärte später gegenüber dem Sender CNN, dass zwölf Reisende mit leichten Verletzungen zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht wurden.

Kunden durch Unglücke verunsichert

Im Februar war bei der Landung in Toronto eine Bombardier CRJ 900 von Delta-Tochter Endeavor Air aufs Dach gekippt - alle Insassen überlebten. Im Januar waren bei der Kollision einer CRJ 700 von American-Tochter PSA und einem Militärhelikopter bei Washington beide Luftfahrzeuge in den Fluss Potomac gestürzt und 67 Menschen gestorben.

Delta-Chef Ed Bastian sagte diese Woche, die beiden Unglücke hätten «viele Verbraucherinnen und Verbraucher schockiert». Diese Verunsicherung habe Reisende dazu veranlasst, Reisepläne zu überdenken. Das trage derzeit zu Buchungsrückgängen bei.

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