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MH370: Neue Analysen sollen helfen

Die beste Spur in der Suche nach Flug MH370 ist keine. Die Signale, die man empfing, stammen nicht von der Blackbox. Nun müssen neue Analysen her.

American Geophysical Union

Meeresgrund an der möglichen Absturzstelle: Zerklüftetes Gebirge.

83 Tage sind es nun schon her seit die Boeing 777 von Malaysia Airlines auf ihrem Weg von Kuala Lumpur nach Peking spurlos verschwand. Und 83 Tage sind es her seit man mit der Suche nach dem Flugzeug begann. Und genauso lang stehen die Behörden ohne konkrete Erfolge da. Flug MH370 bleibt ein Rätsel.

Die Liste der falschen Spuren ist inzwischen lang. Und nun kommt eine neue hinzu. Die Signale, die im April vom australischen Supportschiff ADV Ocean Shield empfangen wurden, stammen nicht von der Blackbox von Flug MH370. Dies gab die internationale Such-Koordinationsbehörde Joint Agency Coordination Centre am Donnerstag (29. Mai) bekannt. Dabei sprach sie bei der Entdeckung der Geräusche im April noch vom «bislang vielversprechendsten Hinweis in der Suche». Jetzt aber gilt das Gebiet, wo man sie empfing, offiziell nicht mehr als Absturzort der Boeing 777. Denn es wurde bereits vollständig abgesucht ohne etwas zu finden. Man vermutet inzwischen, dass die gehörten Signale von einem Schiff stammten.

Verfeinerte Analyse der Inmarsat-Satellitendaten

Die australischen Behörden werden aber in der Suche nach Flug MH370 nicht aufgeben. Im Vordergrund der Bemühungen steht derzeit eine verfeinerte Analyse der Satellitendaten, wie das Joint Agency Coordination Centre bekannt gab. So will man eruieren, wo die Boeing 777 am ehesten ins Wasser stürzte. Die Resultate sollen bald veröffentlicht werden.

Wie das Wall Street Journal schreibt, weicht der letzte Ping von Flug MH370 von den vorherigen ab. Zuvor waren die Signale an den Inmarsat-Satelliten regelmäßig. Jede Stunde wurden sie pünktlich empfangen. Doch die letzte automatische Kontaktaufnahme war anders. Die Experten des Australian Transport Safety Bureau glauben nun gemäß der Zeitung, dass das daher rührt, dass das Kerosin ausging und das System versuchte, neu zu starten.

Karte des Meeresgrundes

Die Experten glauben aber offenbar weiterhin, dass sich der Crash westlich von Australien ereignete, in einem Umkreis von vierzig Kilometern von der Stelle, wo der letzte Ping vermutlich abgesendet wurde. Darum wollen die Behörden nun eine detaillierte Karte des Meeresgrundes erstellen. So kann die Suche nach MH370 genauer geführt werden, weil man genau weiß, wo man welche Mittel einsetzten muss. Zudem werden nun private Unternehmen beigezogen, um bei der Suche zu helfen. Australien hat bereits ein entsprechendes Angebot für diverse unterstützende Hilfeleistungen ausgeschrieben.



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