Flugreise: Die direkten Erträge der Airlines sinken.

PreiszerfallFliegen wird immer billiger

Was schön für die Verbraucher ist, ist schlimm für die Fluggesellschaften: Die Preise für Flugtickets sind in den letzten Jahren massiv gesunken.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Das vergangenene Jahr war brutal für Fluggesellschaften. Ihre Ausgaben stiegen sprunghaft an. Von Januar bis Oktober verteuerte sich Kerosin rasant. Damit wuchs einer der größten Kostenblöcke um mehr als ein Viertel an. Hinzu kamen mitunter steigende Löhne wegen Personalknappheit und in Europa hohe Zusatzkosten infolge der rekordhohen Verspätungen. Crews bekamen Überstundenzulagen, Ersatzflugzeuge mussten gemietet werden und Passagiere erhielten Kompensationszahlungen.

Kein Wunder, dass viele europäische Fluggesellschaften pleite gingen und andere aufgeben mussten - so Azur Air Deutschland, Primera Air, Small Planet, VLM oder Skywork. Zuletzt erwischte es auch noch die traditionsreiche Germania. Doch es ist nicht nur die Kostenseite, die den Fluggesellschaften zu schaffen macht. Auch die Erträge sind unter Druck. «Der Preiskampf in Europa ist brutal und – außer für ein paar wenige Gewinner – für die Branche insgesamt fatal», umschrieb es kürzlich Luxair-Group-Chef Adrien Ney im Interview mit aeroTELEGRAPH.

Minus 6,3 Prozent pro Jahr

Das ist allerdings kein neues Phänomen. Alleine seit 2011 sank der Preis eines durchschnittlichen Flugtickets um 40 Prozent, wie Zahlen zeigen, welche die Internationale Luftverkehrs-Vereinigung Iata für aeroTELEGRAPH zusammengestellt hat. Dabei wertete sie Daten des globalen Ticketabrechnungssystems aus, das sie für Fluggesellschaften betreibt und korrigiert sie zur Vergleichbarkeit um die Inflation.

Demnach kostete ein Ticket für einen durchschnittlichen Flug hin und zurück vor neun Jahren noch 549 Dollar, heute sind es noch 324 Dollar. Das entspricht einem jährlichen Preiszerfall um 6,3 Prozent. Nicht inbegriffen sind dabei Steuern,  Zuschläge und Gebühren für Extras.

Wer keine Reserven hat...

Was schön für die Verbraucher ist, hat dramatische Folgen für die Fluggesellschaften. Sie müssen entweder laufend neue Einnahmequellen erschließen oder ihre Kosten laufend anpassen. Wenn dann die Kosten einmal ansteigen, wird es für alle Anbieter brenzlig, die keine Reservepolster besitzen. Die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben wird größer und die Verluste schnellen in die Höhe.

Video

Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Kampflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 747-8 von Lufthansa: Am 10.Oktober wäre es fast zu einem Tailstrike in Los Angeles gekommen.
Eine Boeing 747-8 von Lufthansa musste in Los Angeles durchstarten. Dabei kam das Heck des Jumbo-Jets der Piste bedenklich nahe.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Szene aus «111 - Echoes from Halifax»: Der Film zeigt die Tragödie anhand menschlicher Schicksale nach.
Anne Walser ist Produzentin des Kinofilms «111- Echoes from Halifax». Im Interview erklärt sie, weshalb das Thema Absturz von Swissair-Flug SR111 auch nach mehr als 25 Jahren noch aktuell ist, wieso sie bewusst auf einen Katastrophenfilm verzichtete und wie sich das Team vorbereitete.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin