Flugreise: Die direkten Erträge der Airlines sinken.

PreiszerfallFliegen wird immer billiger

Was schön für die Verbraucher ist, ist schlimm für die Fluggesellschaften: Die Preise für Flugtickets sind in den letzten Jahren massiv gesunken.

Top-Jobs

Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs

Das vergangenene Jahr war brutal für Fluggesellschaften. Ihre Ausgaben stiegen sprunghaft an. Von Januar bis Oktober verteuerte sich Kerosin rasant. Damit wuchs einer der größten Kostenblöcke um mehr als ein Viertel an. Hinzu kamen mitunter steigende Löhne wegen Personalknappheit und in Europa hohe Zusatzkosten infolge der rekordhohen Verspätungen. Crews bekamen Überstundenzulagen, Ersatzflugzeuge mussten gemietet werden und Passagiere erhielten Kompensationszahlungen.

Kein Wunder, dass viele europäische Fluggesellschaften pleite gingen und andere aufgeben mussten - so Azur Air Deutschland, Primera Air, Small Planet, VLM oder Skywork. Zuletzt erwischte es auch noch die traditionsreiche Germania. Doch es ist nicht nur die Kostenseite, die den Fluggesellschaften zu schaffen macht. Auch die Erträge sind unter Druck. «Der Preiskampf in Europa ist brutal und – außer für ein paar wenige Gewinner – für die Branche insgesamt fatal», umschrieb es kürzlich Luxair-Group-Chef Adrien Ney im Interview mit aeroTELEGRAPH.

Minus 6,3 Prozent pro Jahr

Das ist allerdings kein neues Phänomen. Alleine seit 2011 sank der Preis eines durchschnittlichen Flugtickets um 40 Prozent, wie Zahlen zeigen, welche die Internationale Luftverkehrs-Vereinigung Iata für aeroTELEGRAPH zusammengestellt hat. Dabei wertete sie Daten des globalen Ticketabrechnungssystems aus, das sie für Fluggesellschaften betreibt und korrigiert sie zur Vergleichbarkeit um die Inflation.

Demnach kostete ein Ticket für einen durchschnittlichen Flug hin und zurück vor neun Jahren noch 549 Dollar, heute sind es noch 324 Dollar. Das entspricht einem jährlichen Preiszerfall um 6,3 Prozent. Nicht inbegriffen sind dabei Steuern,  Zuschläge und Gebühren für Extras.

Wer keine Reserven hat...

Was schön für die Verbraucher ist, hat dramatische Folgen für die Fluggesellschaften. Sie müssen entweder laufend neue Einnahmequellen erschließen oder ihre Kosten laufend anpassen. Wenn dann die Kosten einmal ansteigen, wird es für alle Anbieter brenzlig, die keine Reservepolster besitzen. Die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben wird größer und die Verluste schnellen in die Höhe.

Video

united airlines airbus a321 neo nosewheel
Harte Landung in Orlando: Ein Airbus A321 Neo von United Airlines hat bei der Ankunft in Orlando eines der Räder des Bugfahrwerkes verloren.
Timo Nowack
Timo Nowack
antonov leipzig 14
Aufgrund des russischen Angriffskriegs musste die ukrainische Frachtfluggesellschaft ihre Basis nach Deutschland verlegen. aeroTELEGRAPH hat Antonov Airlines und ihre An-124 am Flughafen Leipzig/Halle besucht.
Timo Nowack
Timo Nowack
Erster Being 737-800 Kombifrachter: Air Inuit hat das Flugzeug am 13. Januar in den Liniendienst aufgenommen.
Fast fünfzig Jahre prägten röhrende 737-200 C den Alltag im Norden Québecs. Jetzt hebt erstmals eine Boeing 737-800 Kombi für Air Inuit ab – mit 90 Sitzen, Palettenfracht und als Weltpremiere.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies