Chatus delicti: Dieser Gruppenchat führte zur Entlassung.

Nok AirFlapsige Bemerkung über kontrollierten Absturz

Als die Ex-Premierministerin zustieg, teilte ein Kopilot von Nok Air das seinen Kollegen mit. Ein Teilnehmer des Gruppenchats schlug vor, das Flugzeug absichtlich abstürzen zu lassen. Das hat nun Folgen.

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Der VIP war schnell gesichtet. Die ehemalige Regierungschefin Yingluck Shinawatra bestieg vergangene Woche in Phrae ein Flugzeug von Nok Air in Richtung Bangkok. Der Kopilot bemerkte das und teilte die Neuigkeit mitsamt Beweisfoto mit rund dreißig seiner Kollegen in einem Gruppenchat. «Hier sind unsere Opfer», schrieb er dazu. Der Politikerin wird Korruption im großen Stil vorgeworfen.

Das Gespräch ging hin und her bis einer der Chatteilnehmer schrieb: «Mach einen CFIT». CFIT steht für Controlled Flight Into Terrain oder auf Deutsch: Gezieltes Steuern des Fliegers in den Boden. Die Bemerkung wurde zwölf Minuten vor dem Start gemacht - also in einer Phase in der die Cockpitcrew sich auf die Vorbereitung des Flugs konzentrieren sollte.

Einstellungstest und Suspendierung

Irgendwie gelangte der gesamte Chat in die sozialen Medien - und wurde so zum nationalen Skandal in Thailand. Das wurde den Teilnehmern zum Verhängnis. Nok-Air-Chef Patee Sarasin erklärte, der Chat sei scherzhaft gemeint gewesen, aber deplatziert. Darum habe man den Kopiloten deswegen für eine bis zwei Wochen suspendiert. Er entschuldigte sich bei Yingluck Shinawatra.

Der CFIT-Bemerkung stammte von einem Air-Asia-Pilotenanwärter. Er muss nun zurück in den Eignungstest wo vor allem seine Einstellung nochmals vertieft geprüft wird.

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