Dash 8 von Aurora Airlines: Es gab Ersatzteile aus den USA.

Trotz SanktionenFirma aus den USA schaffte illegal Flugzeug-Ersatzteile nach Russland

Über Umwege gelangen russische Airlines trotz westlicher Sanktionen an Ersatzteile. Ausgerechnet eine Firma aus den USA mischte in dem Geschäft eifrig mit.

Top-Jobs

Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Condor Logo Stelle

Duty Manager Ground Handling Center im Schichtdienst (m/w/d)

Feste Anstellung
Condor Flugdienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (m/w/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Pilatus

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (w/m/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Challenger 650

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Russland wird von der internationalen Zivilluftfahrtorganisation mit einer roten Flagge versehen. Das heißt: Das Land gehört nach Einschätzung der Icao mit Bhutan, Ecuador, der Demokratischen Republik Kongo, Liberia und Simbabwe zu den gefährlichsten Ländern, was die Luftfahrt betrifft.

Kein Wunder: Airlines fällt es schwer, ihre Flotten instandzuhalten, weil Sanktionen es ihnen unmöglich machen sollen, an Ersatzteile zu kommen. Doch ganz unmöglich ist es eben doch nicht. Über Umwege gelangen Airlines des Landes dennoch an Teile. Ausgerechnet eine Firma aus den USA spielte dabei offenbar eine wichtige Rolle.

Wert von 400.000 Dollar

Das Unternehmen Miami Technics soll laut einem Bericht des Portals The Insider unter anderem Teile für De Havilland Canada Dash 8-400 der russischen Airline Aurora nach Russland geschickt haben. Diese Teile unterliegen einem Handelsembargo der USA. Das bedeutet, dass sie standardmäßig nicht nach Russland ausgeführt werden dürfen.

The Insider hat russische Zollunterlagen untersucht und herausgefunden: Die Lieferungen wurden als aus Miami, Florida, stammend aufgeführt, mit den Vereinigten Staaten als Versandland. Jedoch wurde als handelndes Land Armenien angegeben.

Website nicht mehr erreichbar

Seit Anfang des Jahres hat Miami Technics demnach Flugzeugteile im Wert von 400.000 Dollar nach Russland importiert, Teile im Wert von rund 300.000 Dollar fielen unter das Embargo. 2023 waren es Teile im Wert von 3,2 Millionen Dollar, 1,5 Millionen davon unter Embargo.

Das Unternehmen gehört einem 38-jährigen Mann mit armenischen Wurzeln. Bei einem Anruf von The Insider nahm er ab, aber legte auf, als er erfuhr, dass es sich bei seinem Gesprächspartner um einen Journalisten handelte. Die Webseite von Miami Technics ist nicht mehr erreichbar, die Firma wird als liquidiert gelistet.

Mehr zum Thema

Eine Aeroflot-Maschine im Hangar: Die Fluggesellschaft hat 2022 mehr Flüge durchgeführt als im Vorjahr.

Aeroflot hat Ausgaben für Wartung massiv gekürzt

Ein Airbus A330-300 von Aeroflot: Solche ein Jet wird nun in Teheran gewartet.

Aeroflot schickt erstes Flugzeug zur Wartung in den Iran

Airbus A350 von Aeroflot vor der Auslieferung: Da war noch alles in Ordnung.

Aeroflots Kabinencrews dürfen Mängel nicht mehr dokumentieren

A320 von Ural Airlines: Auch bei der Airline kam es kürzlich zu Problemen mit einem Triebwerk.

Russische Fluggesellschaften leiden unter unheimlicher Serie an Triebwerkspannen

Video

Die Boeing 757 des Justizministeriums der USA nach der Landung in New York: Diktator an Bord.
Nach dem nächtlichen Zugriff der U.S. Army in Caracas endet der Weg des venezolanischen Machthabers vor einem Gericht in New York – an Bord einer 36 Jahre alten Boeing 757 des Justizministeriums der USA.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Die verunglückte ATR 72 von Buddha Air: Überschoss die Landebahn in Bhadrapur.
Bei der Landung in Bhadrapur konnte eine ATR 72 von Buddha Air nicht rechtzeitig abbremsen. Sie schoss 300 Meter über die Piste hinaus. Sieben Menschen wurden dabei verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
evakuierung flugzeug koffer
Immer häufiger ist zu beobachten, dass Fluggäste bei Evakuierungen mit ihrem Handgepäck das Flugzeug verlassen - und damit ihr eigenes und fremde Leben riskieren. Der Airline-Dachverband Iata will nun mithilfe einer psychologischen Studie herausfinden, was Fluggesellschaften dagegen tun können.
Timo Nowack
Timo Nowack