Letzte Aktualisierung: um 19:46 Uhr
Partner von  

Finnischer Coup in China

Finnair fliegt ab nächstem Mai als erste westliche Airline Chongqing an - die grösste Stadt der Welt. Doch damit haben die Finnen nicht genug.

Oliver Ren/Wikimedia/CC

Skyline von Chongqing: bislang noch kein Ziel für westliche Airlines.

Den Namen kennt man im Westen noch kaum. Doch mit seinen rund 31 Millionen Einwohnern ist die Agglomeration von Chongqing die grösste Stadt der ganzen Welt, grösser als Shanghai, Tokio, Mexiko Stadt oder São Paulo. Von den grossen globalen Verkehrsströmen war die Metropole im Südwesten Chinas aber bislang abgeschnitten. Keine einzige westliche Fluggesellschaft steuerte den Flughafen der Stadt an. Das ändert sich nun. Ab Mai 2012 fliegt Finnair vier Mal wöchentlich von Helsinki direkt nach Chongqing. Eingesetzt wird dabei ein Airbus A340.

Derzeit ist der Flughafen Chongqing Jiangbei International (Iata-Code CKG) trotz der immensen Grösse der nur 21 Kilometer entfernt liegenden Stadt lediglich der zehntgrösste in China. Rund 14 Millionen Passagiere benutzen ihn im Jahr 2009. Derzeit steht ein Terminal für den Inlandverkehr und einer für internationale Flüge zur Verfügung. Doch der Bereich der Auslandflüge wird wenig genutzt. Denn bislang fliegen erst Airlines aus Taiwan, Singapur und Südkorea nach Chongqing. Mit Finnair folgt nun erstmals eine wirkliche Langstreckenverbindung. Achteinhalb Stunden dauert der Flug von Helsinki in die Binnenmetropole. Die Behörden wollen den Verkehr ausbauen. Der Flughafen soll in den nächsten Jahren massiv ausgebaut werden und künftig vier Landebahnen aufweisen statt den heutigen zwei.

Gleich zehn weitere neue Destinationen

Die Finnen vermarkten sich seit Jahren als beste Alternative für Direktflüge nach Asien. Darum bauen sie ihr Angebot nun nochmals weiter aus. Nächstes Jahr wird nicht nur Chongqing neu in den Flugplan aufgenommen, sondern gleich auch noch zehn weitere asiatische Zeile. Alle werden sie direkt angeflogen.


Größere Kartenansicht



Die Redaktion behält sich das Recht vor, Kommentare zu moderieren und zu kürzen. Kritische Diskussionen sind willkommen. Beschimpfungen oder Kommentare mit rassistischem, sexistischem, themenfremdem, rein politischem, beleidigendem oder rein polemischem Inhalt hingegen werden entfernt. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung. Über die Entscheide der Moderatoren wird keine Korrespondenz geführt.