Webseite von Germany Airlines: Auf den ersten Blick sieht alles seriös aus.

Germany AirlinesFingierte Fluggesellschaft zockt Kunden ab

Sie nennt sich Germany Airlines und gibt vor, Flüge in den Kosovo anzubieten. Wer bucht, sieht aber sein Geld nie wieder.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland

Der Auftritt ist professionell gestaltet. Auf der Webseite begrüßen große, farbige Bilder von deutschen und schweizerischen Städten den Besucher, auf welchen für Flüge nach Prishtina geworben wird. Auch der Name klingt professionell: Germany Airlines, das Logo ist in Schwarz, Rot, Gold gehalten. Man sei ein «zuverlässiger Partner für Charterflüge von Deutschland nach Kosovo», heißt es weiter und arbeite «eng zusammen mit mehreren Reisebüros».

Die Fluggesellschaft brüstet sich damit, Flüge ab Basel, Düsseldorf, München und Stuttgart anzubieten. Doch: Eine Lizenz hat das Unternehmen nicht. «Kunden berichten, dass sie Flüge von Basel nach Pristina gebucht hätten und diese im Voraus bezahlt haben. Zwei Tage vor Abreise sei dann die Meldung bei ihnen eingetroffen, dass die Flüge leider storniert wurden. Das Geld werde jedoch rückerstattet oder sie werden auf einen neuen Flug gebucht», heißt es bei der Reklamationszentrale Schweiz. «Passiert ist dann allerdings nichts mehr.»

«Diese Fluggesellschaft gibt es schlichtweg nicht»

Auch die Zeitung Blick weiß von einem Fall einer kosovarischen Familie, die Flugtickets in die Heimat im Wert von rund 3000 Euro bei Germany Airlines gebucht hat. Als sie skeptisch werden, sind die Verantwortlichen nicht mehr erreichbar. Die schweizerischen Behörden sind ebenfalls aufmerksam geworden. Es seien zahlreiche Reklamationen geschädigter Kunden eingegangen, so das Bundesamt für Zivilluftfahrt. «Diese Fluggesellschaft gibt es schlichtweg nicht. Dementsprechend gibt es auch keine Flüge», ergänzte ein Sprecher dem Blick.

Germany Airlines gibt als Sitz eine Adresse in Leverkusen an. Die deutschen Telefonnummern werden aktuell nicht mehr bedient. Die schweizerische Nummer wurde wegen Betrugsverdacht außer Betrieb gestellt.

Mehr zum Thema

Boarding-Vorgang: Der Mann kam Jahrelang durch, ohne erwischt zu werden,

Mann erschlich sich sechs Jahre lang als Fake-Flugbegleiter Tickets

Gepäckband am Flughafen: Der Mann behauptete, seine Koffer seien nicht angekommen.

Mann erschleicht sich durch Fluggepäck-Betrug Hunderttausende Dollar

Kabine eines Privatjets: Das Innere des Fliegers bekommen die Betrogenen nie zu sehen - außer auf der Webseite der Betrüger.

Betrüger ergaunern sich Geld im Privatjet-Geschäft

Flughafen Santo Domingo: Sollte Basis werden.

Air Dominicana: Betrugsvorwürfe

Video

6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack