Aus diesen Materialien besteht ein Dreamliner: 50 Prozent Verbundwerkstoffe.

BrandBoeing 787: Die Krux mit der Reparatur

Wie einfach ist es, den beschädigten Rumpf des Dreamliners zu reparieren, der in London Heathrow gebrannt hat? Experten sind sich nicht einig.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Wenn es nach Boeing geht, wird es keine große Sache. Zumindest die äußere Reparatur des durch einen Brand zerstörten Dreamliners von Ethiopian Airlines ist gemäß dem Flugzeugbauer simpel. «Die B787 wurde von Anfang an so entworfen, dass sie genauso wie andere Flugzeuge repariert werden kann», schreibt er in der Kundenzeitschrift Aero. Man könne den Rumpf des neuen Flugzeuges ebenso mit genieteten Verkleidungsstücken flicken wie Modelle aus Metall. Es brauche weder viel mehr Zeit noch andere Kenntnisse. Der Dreamliner besteht zur Hälfte aus neuartigen Verbundwerkstoffen auf Basis Kohlenstofffasern (siehe Grafik oben). Sie sind leicht und sparen daher Kerosin. Auch eine Reparatur mit Kleben und Schweißen sei möglich. Das bringt eine bessere Aerodynamik, aber bedeutet auch eine etwas längere Reparaturdauer.

Soweit die Argumentation von Boeing. Doch in der Praxis hat man noch wenig Erfahrungen mit Verbundwerkstoffen. Das Government Accountability Office, eine Kommission des amerikanischen Parlamentes, untersuchte kürzlich den Zertifizierungsprozess der Luftfahrtämter und kam zum Schluss: «Noch ist es zu früh, um zu beurteilen, ob die Aufsichtsbehörde FAA und die Branche genug unternommen haben, um die Sicherheitsbedenken aus der Welt zu räumen.» Vor allem bezüglich Stabilität, Resistenz gegen Blitzeinschläge und Feuer gebe es Fragezeichen.

«Niemand weiß...»

Die Politiker sind nicht die einzigen Warner. Eines der größten Risiken des neuen Materials seien gerade die Reparaturen, meint auch das Fachmagazin Reinforced Plastics. Ein Rumpf ab Werk sei zwar sehr stabil. Doch eine Serie von Reparaturen könne diese Stabilität gefährden. «Niemand weiß, wie viele Reparaturen ein Rumpf erträgt, bevor er Schaden nimmt», so das technische Fachblatt. Dieses Problem müsse die Branche im Auge haben.

Mehr zum Thema

ticker-boeing-1

Boeing steigert Auslieferungen im September auf Jahreshöchststand

ticker-boeing-1

Boeing wendet Streik von 15.500 Ingenieurinnen und Ingenieuren und Technikfachkräften ab

ticker-boeing-1

Boeing erhält Milliardenauftrag für neuen US-Navy-Kampfjet F/A-XX

Boeing 737 Max 8 im Hintergrund, Max 10 im Vordergrund: In der Bestellung ist es anders herum.

Boeing hat riesige 737-Max-Bestellung von Turkish Airlines jetzt sicher

Video

Die D-AIHW von Lufthansa: Der Airbus A340-600 machte die Derière.
Jetzt ist es vorbei mit Airbus A340-600 bei Lufthansa. Zum Abschied des letzten Exemplares des Vierstrahlers blicken wir auf fünf Besonderheiten zurück, die ihn zu einem der faszinierendsten Langstreckenjets machten.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
airbus a321 p2f qantas
Einst beförderten sie Fluggäste für China Southern: Jetzt erweitert Qantas mit umgebauten A321 ihre Frachterflotte und fliegt mit den Airbus-Jets für die australische Post. Es ist die Ablösung für die BAE 146-300.
Timo Nowack
Timo Nowack
Blick aus dem Airbus A340-600 von Lufthansa: Jetzt ein Bild der Vergangenheit.
Nach 23 Jahren hat Lufthansa ihren letzten regulären Flug mit einem Airbus A340-600 absolviert. Am Steuer saß Lufthansa-Airlines-Vorstand Francesco Sciortino. Es war ein emotionaler Abschied von einem Flugzeug, das für viele etwas Besonderes war - aber einfach nicht mehr mit den moderneren Modellen mithalten kann.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin