Boeing 787-10 von Eva Air: Mit solchen Fliegern soll es wieder losgehen.

Neue PläneEva Air will nach München fliegen

Die taiwanesische Airline litt mehr als viele andere Fluggesellschaften unter der Pandemie. Dennoch wurden keine Mitarbeitenden entlassen. Und in Europa will Eva Air bald wieder wachsen.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Eigentlich würde man bei der ersten internationalen Destination eher ein Drehkreuz wie London, Frankfurt oder Amsterdam im Kopf haben. Doch Eva Air wählte vor mehr als 30 Jahren Wien, nachdem es Probleme mit den Streckenrechten für die ursprünglich geplante Destination Sydney gegeben hatte.

Doch die Covid-19-Pandemie stoppte die Traditionsstrecke der taiwanesischen Airline. Passagierflüge nach Taipeh machten keinen Sinn, denn: An einen regulären Flugbetrieb ist derzeit nicht zu denken. Die strengen Quarantäneregeln Taiwans verhindern bis heute, dass das Passagiergeschäft wieder in Schwung kommt. Wer nach Taiwan einreist, muss bis zu drei Wochen in Isolation. Das gilt auch für Transitreisende. Von und nach Taiwan fliegt deshalb nur, wer das auch muss. «Das ist eine echte Beeinträchtigung», sagt Edward Ho, General Manager von Eva Air Österreich und Zentraleuropa.

Alle 82 Passagierflieger im Betrieb

Dennoch sind derzeit alle 82 Passagierflugzeuge der Airline im Flugbetrieb, hinzu kommen acht reine Frachtflugzeuge. 60 der ursprünglich 68 Destinationen werden angeflogen. Meist mit geringer Frequenz, oft sind es reine Frachtflüge. Die Direktverbindung Wien - Taipeh für Passagiere soll im April mit einer Boeing 787-10 wieder aufgenommen werden, vorerst mit einem Flug im Monat.

Im Juli soll dann ein Mal wöchentlich die Verbindung von Wien über Bangkok nach Taipeh hinzukommen. Doch die Situation ist aktuell so volatil, dass nichts wirklich sicher ist. Ob, auch wegen des Kriegs in der Ukraine, der Plan hält, werde laufend evaluiert, so Ho.

Von Luftraumsperren kaum betroffen

Immerhin: Von den Luftraumsperren sei die Fluglinie kaum betroffen, da die Flüge zwischen Europa und Taipeh einerseits wegen der Pandemie nach wie vor nur auf Sparflamme stattfinden, andererseits, weil schon lange über die Südroute und nicht über Russland geflogen werde.

Er bezeichnet Wien als ein wichtiges Drehkreuz im Streckennetz von Eva Air. Wachstumspläne seien von der Pandemie vereitelt worden. Doch die Airline will in Europa auch neue Ziele anfliegen. Neben London, Paris, Amsterdam und Wien sollen künftig auch Mailand und München angeflogen werden.

Auslastung von 20 Prozent

Ein Blick auf die Zahlen zeigt, wie schwierig die Situation für Eva Air global ist. Im ersten Krisenjahr 2020 sind 2,3 Millionen Passagiere befördert worden, die Auslastung lag bei 50 Prozent. 2021 waren es nur 300.000 Passagiere, die Auslastung betrug noch 20 Prozent.

Die Pandemie war und ist für Eva Air eine große Herausforderung. Wie viele andere Fluglinien war das boomende Cargogeschäft ein Rettungsanker, aber auch die starke Konzernmutter Evergreen. Geflogen worden ist mit den Passagierflugzeugen, wobei Fracht auch in der Kabine befördert worden ist.

Keine Kündigungen

Gekündigt wurden in Taiwan keine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie bekamen aber Angebote für andere Stellen im Konzern, für längere Pausen oder Weiterbildung, und es wurde die Zeit für diverse Trainings genutzt.

Mehr zum Thema

Eva Air mit je einem Flug  Wien - Taipeh im Januar und Februar

Eva Air mit je einem Flug Wien - Taipeh im Januar und Februar

Eva Air feiert 30. Jubiläum der Strecke Taipeh - Wien

Eva Air feiert 30. Jubiläum der Strecke Taipeh - Wien

Eva Air lässt drei Boeing 777 in Frachter umbauen

Eva Air lässt drei Boeing 777 in Frachter umbauen

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack