«Flughafen» von European Coastal Airlines.

European Coastal AirlinesWasserflugzeug-Airline muss Betrieb einstellen

Nach einem kurzen Neustart ist nun klar: Die kroatische Wasserflugzeug-Airline European Coastal Airlines hebt nicht mehr ab. Sie gibt der Regierung die Schuld.

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Eigentlich schien alles wieder in Ordnung zu sein. Nach einem zweiwöchigen Grounding hob European Coastal Airlines am 25. August wieder ab. Zuvor hatte es Probleme mit den Behörden gegeben, die Zweifel an der Sicherheit der kroatischen Fluggesellschaft geäußert hatten. Offenbar sind die Zweifel immer noch nicht aus der Welt geschafft. Wie die Fluglinie am Dienstag (4. Oktober) mitteilte, musste sie den Betrieb erneut bis auf Weiteres einstellen.

Doch dieses Mal scheint der Flugstopp ernster zu sein. «Ohne ersichtliche Gründe» sei der Betrieb der Fluglinie seit August immer wieder gestört worden, teilt sie mit. Man habe die kroatische Regierung um Hilfe gebeten, um die Probleme zu lösen und wieder fliegen zu können – erfolglos. European Coastal Airlines war 2014 gestartet und hatte zuletzt 15 Flugzeile im Angebot.

90 Prozent aller Jobs weg

«Die Besitzer von European Coastal Airlines sehen keine Alternative als die, den Betrieb einzustellen» heißt es in der Mitteilung weiter. Das habe hohe Kosten zur Folge. «Fast jeder Job fällt dem zum Opfer». Vor dem 12. August, als die Probleme begannen, habe man 146 Angestellte gehabt. Bis zum 30. November würden 130 davon ihre Jobs verloren haben – oder 90 Prozent der Angestellten. Die Schuld, so European Coastal Airlines, liege ganz klar bei den Behörden.

Man werde alle Passagiere entschädigen, versichert die Fluggesellschaft weiter. Doch wegen der hohen Anzahl von fast 5000 stornierten Tickets dauere das Ganze länger. «Das soll keine Entschuldigung sein, wir wollen einfach, dass Sie verstehen, warum sich der Prozess verzögert», so European Coastal Airlines auf Facebook.

Längere Reisezeit erspart

European Coastal Airlines hat ihren Sitz in Kaštel Štafilić in Kroatien. Seit 22 Monaten verband die Fluglinie Küstenstädte in Kroatien miteinander, die sonst nur mit längerer Reisezeit erreichbar gewesen wären. Zudem flog sie nach Ancona und Pescara in Italien. Die Flotte besteht aus de Havilland Twin Otter 6-300.

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