Reisepass der Bundesrepublik Deutschland: Die EU-Kommission plant eine digitale Version.

Ab 2030EU plant Reisepass fürs Smartphone

Die EU-Kommission will das Reisen einfacher und schneller gestalten. Dazu plant sie die Digitalisierung der EU-Ausweisdokumente und die Einführung einer App, mit der Reisende ihre Pläne im Voraus übermitteln können.

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Vor 14 Jahren wurde die Einreise nach Deutschland für EU-Bürger deutlich vereinfacht. Im August 2010 führte der Frankfurter Flughafen Easypass in den Regelbetrieb ein. Spezielle E-Gates prüfen elektronisch und ohne den Einsatz von Personal den biometrischen Reisepass. Die Identitätsprüfung erfolgt schnell und unkompliziert. Laut Bundespolizei gibt es aktuell deutschlandweit an acht Flughäfen insgesamt 255 dieser automatisierten Kontrollspuren.

Nun plant die EU-Kommission, die Ein- und Ausreise in die Europäische Union weiter zu vereinfachen und vor allem zu beschleunigen. Angesichts der fast 600 Millionen Grenzübertritte im Jahr 2023 sei dies notwendig, heißt es in einer Mitteilung. Die Idee: Reisepass und auch Personalausweis sollen digitalisiert und im Wallet des Smartphones gespeichert werden.

Reisepass fürs Smartphone

Die neuen digitalen Reisepässe und Personalausweise sollen, ähnlich wie die bereits existierenden elektronischen Varianten, verschiedene persönliche Daten des Inhabers speichern, darunter das Foto. Fingerabdrücke können aufgrund technischer Einschränkungen nicht auf einem Mobiltelefon gespeichert werden.

Es wird zwei Möglichkeiten geben, wie Interessierte ein digitales Ausweisdokument erhalten können. Erstens kann bei der Beantragung eines neuen Reisepasses oder Personalausweises die digitale Version kostenlos beantragt werden. Zweitens wird es auch die Möglichkeit geben, sich über die EU-Reise-App selbst ein digitales Reisedokument zu erstellen. Voraussetzung ist ein physisches Reisedokument.

Eine App für Alle

Die «Digitale EU-Reise-App» ist der zweite Baustein, der das Reisen innerhalb der Europäischen Union erleichtern soll. Diese App richtet sich sowohl an alle EU-Bürgerinnen und -Bürger als auch an Drittstaatsangehörige mit einem biometrischen Reisepass oder EU-Personalausweis.

Die App wird es Reisenden ermöglichen, eine digitale Version ihrer Reisedokumente zu erstellen und diese vorab an die Behörden zu übermitteln, wodurch lange Warteschlangen an Flughäfen der Vergangenheit angehören sollen. Die Nutzung der App ist völlig freiwillig und kostenlos. Die Digitale EU-Reise-App wird voraussichtlich ab 2030 verfügbar sein.

Keine Pflicht

Die Nutzung digitaler Reiseausweise wird aber nicht zur Pflicht. Laut EU-Kommission soll das neue System auf einer freiwilligen Basis. Sobald das System jedoch eingerichtet ist, sind die Behörden aller Schengen-Länder verpflichtet, digitale Reiseausweise für Grenzkontrollen zu akzeptieren. Die Vorschläge müssen vom Rat der EU und vom Europäischen Parlament verhandelt und angenommen werden.

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