Reisepass der Bundesrepublik Deutschland: Die EU-Kommission plant eine digitale Version.

Ab 2030EU plant Reisepass fürs Smartphone

Die EU-Kommission will das Reisen einfacher und schneller gestalten. Dazu plant sie die Digitalisierung der EU-Ausweisdokumente und die Einführung einer App, mit der Reisende ihre Pläne im Voraus übermitteln können.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Vor 14 Jahren wurde die Einreise nach Deutschland für EU-Bürger deutlich vereinfacht. Im August 2010 führte der Frankfurter Flughafen Easypass in den Regelbetrieb ein. Spezielle E-Gates prüfen elektronisch und ohne den Einsatz von Personal den biometrischen Reisepass. Die Identitätsprüfung erfolgt schnell und unkompliziert. Laut Bundespolizei gibt es aktuell deutschlandweit an acht Flughäfen insgesamt 255 dieser automatisierten Kontrollspuren.

Nun plant die EU-Kommission, die Ein- und Ausreise in die Europäische Union weiter zu vereinfachen und vor allem zu beschleunigen. Angesichts der fast 600 Millionen Grenzübertritte im Jahr 2023 sei dies notwendig, heißt es in einer Mitteilung. Die Idee: Reisepass und auch Personalausweis sollen digitalisiert und im Wallet des Smartphones gespeichert werden.

Reisepass fürs Smartphone

Die neuen digitalen Reisepässe und Personalausweise sollen, ähnlich wie die bereits existierenden elektronischen Varianten, verschiedene persönliche Daten des Inhabers speichern, darunter das Foto. Fingerabdrücke können aufgrund technischer Einschränkungen nicht auf einem Mobiltelefon gespeichert werden.

Es wird zwei Möglichkeiten geben, wie Interessierte ein digitales Ausweisdokument erhalten können. Erstens kann bei der Beantragung eines neuen Reisepasses oder Personalausweises die digitale Version kostenlos beantragt werden. Zweitens wird es auch die Möglichkeit geben, sich über die EU-Reise-App selbst ein digitales Reisedokument zu erstellen. Voraussetzung ist ein physisches Reisedokument.

Eine App für Alle

Die «Digitale EU-Reise-App» ist der zweite Baustein, der das Reisen innerhalb der Europäischen Union erleichtern soll. Diese App richtet sich sowohl an alle EU-Bürgerinnen und -Bürger als auch an Drittstaatsangehörige mit einem biometrischen Reisepass oder EU-Personalausweis.

Die App wird es Reisenden ermöglichen, eine digitale Version ihrer Reisedokumente zu erstellen und diese vorab an die Behörden zu übermitteln, wodurch lange Warteschlangen an Flughäfen der Vergangenheit angehören sollen. Die Nutzung der App ist völlig freiwillig und kostenlos. Die Digitale EU-Reise-App wird voraussichtlich ab 2030 verfügbar sein.

Keine Pflicht

Die Nutzung digitaler Reiseausweise wird aber nicht zur Pflicht. Laut EU-Kommission soll das neue System auf einer freiwilligen Basis. Sobald das System jedoch eingerichtet ist, sind die Behörden aller Schengen-Länder verpflichtet, digitale Reiseausweise für Grenzkontrollen zu akzeptieren. Die Vorschläge müssen vom Rat der EU und vom Europäischen Parlament verhandelt und angenommen werden.

Mehr zum Thema

Das Smartphone und vergleichbare digitale Geräte und Techniken gehören mittlerweile so fest zum Flugreisen wie Nackenkissen und 100-Milliliter-Flaschen – aus gutem Grund.

Wissenswertes rund um Mobilfunk und Smartphones am Boden und in der Luft

E-Gate-Einwanderungskontrollen am Flughafen Changi: Die digitale Einreise ist seit 2022 möglich.

Singapur arbeitet an der Einreise im Vorbeigehen

Gesichtserkennung im Test: Das gescannte Gesicht wird mit dem gespeicherten Foto aus dem Pass abgeglichen.

Bei Delta ist das Gesicht Bordkarte und Pass

Daher hat die TBM-App aktualisiert: Von den neuen Funktionen sollen auch Flugschulen profitieren.

Mit dem Privatflugzeug digitale Trophäen sammeln

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier