Airbus A321 von Aeroflot: Flog kurz über Estland.

A321 RA-73712Estland: Kein Handlungsbedarf wegen Aeroflot-Jet im Luftraum

Ein Airbus A321 von Aeroflot drang kurz in den gesperrten EU-Luftraum ein. Weil der Grund ein sicherheitsrelevanter war, sieht Estland keinen Handlungsbedarf.

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Der Luftraum der EU ist für russische Flugzeuge gesperrt. Dennoch flog ein Airbus A321 von Aeroflot am Sonntagabend (2. Juli) kurz über estnisches Gebiet. Der Jet mit dem Kennzeichen RA-73712 war auf einem Flug von Moskau nach Kaliningrad über dem Finnischen Meerbusen einem Gewitter ausgewichen und drehte nach links ab. Dabei drang er für rund fünf Minuten in den Luftraum der EU-Staates ein.

In Estland will man aus dem versehentlich geschehenen Verstoß gegen die Sanktionen gegen Russland keine große Sache machen. «Die Erlaubnis zum Einflug in den estnischen Luftraum wurde nicht offiziell beantragt, sodass es sich um eine Entscheidung des Fluglotsen handelt, die mit den Luftstreitkräften und der Nato abgestimmt werden muss», so ein Sprecher des estnischen Außenministeriums zu aeroTELEGRAPH. Er betont jedoch, dass es sich um eine Sicherheitsmaßnahme gehandelt habe.

Hauptaufgabe Sicherheit

«Dieser Fall ist uns bekannt. Unseren Informationen zufolge ist das russische Flugzeug in den estnischen Luftraum eingedrungen, weil es ein Manöver zur Vermeidung von Wetterbedingungen durchgeführt hat», erklärt ergänzend ein Sprecher der estnischen Flugsicherung EANS. «Wir handeln entsprechend unserer Hauptaufgabe, den Luftraum für alle Luftfahrzeuge sicher zu halten.»

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