ERJ 145 von American Eagle: Zwei Notlandungen in zwei Tagen.

American Eagles Problemmaschine

Drei Zwischenfälle in zwei Tagen und alle am selben Flughafen: American Eagle hat gerade Stress hinter sich.

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Es fing schon um kurz nach acht Uhr am Mittwoch (30. Mai) morgen an. Die Embraer ERJ-145 hatte gerade abgehoben, als der Pilot ein Problem mit dem Fahrwerk bemerkte. «Wir haben da Schwierigkeiten und die müssen wir ziemlich schnell lösen und zurück kehren», gab er dem Lotsen am Flughafen Chicago O'Hare durch, von wo Flug 4069 in Richtung Ohio abgehoben hatte. Die Warnungen im Cockpit waren offenbar nicht eindeutig. Der Flugkapitän konnte dem Lotsen nicht genau sagen, ob das Fahrwerk feststeckte oder es ein anderes Problem gab, berichtet der Fernsehsender CBS Chicago. Die Maschine kehrte um und die Crew kündigte eine Notlandung an. Vor der Landung überflog der Flieger den Kontrollturm, um die Lotsen nach dem Fahrwerk sehen zu lassen. Da dieses offenbar doch ausgefahren war, landete die Embraer. Dabei kam sie allerdings von der Piste ab und landete im Gras. Verletzt wurde aber keiner der Insassen.

Die Maschine wurde nach dem Zwischenfall als flugfähig eingestuft und nahm den Betrieb wieder auf - nur um gerade mal einen Tag später dieselben Probleme zu bekommen. Schon wieder musste der Flieger umkehren, schon wieder gab es dieselben Meldungen. Bei dieser Notlandung schlitterte die Maschine über die Landebahn hinaus und drehte sich. Wieder ging sie aber glimpflich aus. Niemand wurde verletzt. Nun hat American Eagle sich unangenehmen Fragen zu stellen: Wie kann es sein, dass derselbe Flieger an zwei aufeinanderfolgenden Tagen dieselben Probleme hat, wenn er doch zuvor von den Mechanikern als sicher eingestuft wurde?

Mechaniker untersuchen den Flieger

Bei der Fluggesellschaft, die zur American-Airlines-Mutter AMR gehört, ist man sich dieser Probleme bewusst: «Der Flieger befindet sich in unserem Hangar in O'Hare und wird von Mechanikern untersucht», so ein Sprecher. Bei derartigen Zweifeln an der Wartung schaue man ganz genau, wo das Problem liege, sagte er laut der Zeitung Chicago Tribune. Auch die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA untersucht den Vorfall. Dabei wolle man auch die Geschichte des Fliegers besonders unter die Lupe nehmen. Offenbar hat es bei der ERJ 145 schon einige Male Probleme mit dem Fahrwerk gegeben. FAA-Untersuchungen berichten von «unkontrolliertem Schlittern» bei Start oder Landung.

Dagegen wirkt der dritte Zwischenfall der Airline, ebenfalls am Flughafen in Chicago, fast harmlos. Am Mittwoch war eine Embraer ERJ140 einem Fracht-Jumbo der taiwanesischen EVA Air etwas näher als erluabt. Der kleinere Flieger war gerade aus Springfield, Missouri angekommen und befand sich auf dem Weg zum Gate, als die B747 die Embraer touchierte. Wie genau es dazu kam, wird noch untersucht. Auch den Schaden am Flugzeug nehmen Mechaniker noch unter die Lupe.

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