Flieger von American Airlines: Der Wintersturm setzte der Airline hart zu.

Druck auf Robert IsomFlugbegleiter von American Airlines fordern Rücktritt des Chefs - mitten in der Winter-Krise

Nach massiven Flugausfällen und einer schwachen finanziellen Bilanz wächst der Druck auf die Führung von American Airlines. Die Kabinencrew-Gewerkschaft fordert offen den Rücktritt von Airline-Chef Robert Isom.

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Die Flugbegleitergewerkschaft von American Airlines fordert den Abgang von Konzernchef Robert Isom. In einem Brief, aus dem das Portal View from the Wing zitiert, wirft sie dem Management ein «Muster des Scheiterns» vor und macht die Führung für die schwache finanzielle Performance verantwortlich. Während Wettbewerber wie Delta Air Lines deutlich profitabler seien, falle American weiter zurück, mit direkten Folgen für die Belegschaft.

Der Zeitpunkt ist brisant. Seit Tagen kämpft die Fluggesellschaft mit einem massiven operativen Zusammenbruch: Rund 10.000 Flüge wurden in Folge des Wintersturms in den USA gestrichen, Crews strandeten an Flughäfen, manche schliefen mangels Informationen und Einsatzplanung am Airport auf dem Boden. Mitarbeitende berichten von stundenlangen Warteschleifen ohne Hilfe. Dennoch richtet sich der gewerkschaftliche Zorn weniger auf das akute Krisenmanagement als auf die langfristige Strategie.

Personal von American Airlines unzufrieden mit Gewinnbeteiligung

Besonders deutlich wird der Frust beim Thema Gewinnbeteiligung. Während Delta-Flugbegleiter für 2025 ein Monatsgehalt extra erhalten, liegt der Bonus bei American bei rund 0,3 Prozent. Das sind oft kaum mehr als 150 Dollar. Dabei gilt dieselbe Berechnungsformel. Der Unterschied: Delta Air Lines verdient Geld, American Airlines nicht.

Die Gewerkschaft sieht die Ursachen in jahrelangen Fehlentscheidungen: Rückzug aus wichtigen Märkten, zu wenig Investitionen ins Produkt und eine Führung, die sich zunehmend der internen Diskussion entzieht.

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