Traditioneller Überflug zum Unabhängigkeitstag: Wegen hoher Kosten abgesagt.

El und Al statt El Al?

Die israelische Fluggesellschaft will sich offenbar zweiteilen - in einen Mittel- und Langstreckenteil.

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Viel sagt der El Al dazu noch nicht. «Das Unternehmen arbeitet an einem strategischen Plan, der die künftige Struktur beinhaltet», sagte ein Sprecher der Tageszeitung Haaretz. Das Blatt nennt aber zugleich schon sehr detailreich die Idee, welche das Management von El Al momentan offenbar hat. Die Nationalairline soll zweigeteilt werden. Die eine Tochter würde die Boeing B777 und B767 und die die Langstrecken nach Asien und in die USA übernehmen. Sie würde als Premiumanbieterin positioniert. Die andere Tochter hätte die Aufgabe auf den Strecken nach Europa mit ihren Boeing B737 gegen die harte Konkurrenz der Billigflieger zu bestehen.

Easyjet etwa baute in den letzten Jahren das Angebot nach Israel massiv aus - mit großem Erfolg. Diese neue Konkurrenz und die abkühlende Konjunktur spürt El Al massiv. Letztes Jahr verlor die Fluggesellschaft umgerechnet 37 Millionen Euro. Das Management arbeitet deshalb bereits an einem Sparprogramm. So werden Crews künftig in billigeren Hotels außerhalb der Stadtzentren untergebracht, Mitarbeiter sollen zudem künftig für Mahlzeiten bezahlen und weniger Freiflüge beziehen dürfen. Zugleich verzichtete die Führung auf 7 bis 10 Prozent des Lohns, der Vorstand und der Aufsichtsrat gaben gar 20 Prozent ab.

Kein Überflug, weniger Toiletten

Das reicht offenbar noch nicht. Und so spart El Al auch im Kleinen. Gleichzeitig sagte die Airline ihre Teilnahme am traditionellen Überflug über das Staatsterritorium am Unabhängigkeitstag (2012 am 26. April) ab, um Kerosin zu sparen. Und in den zwölf Boeing B737-800 wurde eine von drei Toiletten ausgebaut um drei bis sechs zusätzliche Sitze anbringen zu können, wie die Zeitung Yedioth Ahronoth vor kurzem meldete.

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