Jet von El Al: Der Passagierverkehr wird langsam hochgefahren.

IsraelEl Al fliegt bald wieder - mit neuem Großinvestor

Die israelische Nationalairline hebt in Kürze wieder ab. Neu an Bord bei El Al sind der Staat und ein junger Großaktionär mit schwerreichem Vater, aber ohne Luftfahrterfahrung.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Er wurde in New York geboren und lebt seit einigen Jahren in Israel: Eli Rozenberg, laut verschiedenen Angaben zwischen 26 und 30 Jahre alt, ist neuer größter Anteilseigner von El Al. Seine Firma Kanfei Nesharim sicherte sich im Rahmen einer Kapitalerhöhung 42,85 Prozent der Anteile an der Fluggesellschaft. Der israelische Staat investierte ebenfalls und wird künftig zwischen 12 und 15 Prozent an El Al halten.

Laut der Zeitung Jüdische Allgemeine wird in Israel spekuliert, dass Eli Rozenbergs Vater Kenny der Financier des Geschäftes ist und im Hintergrund die Fäden zieht. Er hatte in den USA ein Vermögen mit einer Pflegeheimkette gemacht, konnte aber selber nicht bei El Al einsteigen, weil er im Gegensatz zu seinem Sohn nicht die israelische Staatsbürgerschaft besitzt. Erfahrung in der Airlinebranche hat die Familie nicht.

Langsamer Neustart des Betriebs

El Al wird mit den neuen Besitzverhältnissen bald wieder abheben. Ab dem 21. September soll das Frachtgeschäft langsam hochgefahren werden, ab dem 1. Oktober auch der Passagierverkehr. Die Zahl der Flüge wird zu Beginn jedoch gering sein. So hat die Fluglinie auch den unbezahlten Urlaub für Tausende Mitarbeitende bis zum 31. Oktober verlängert.

Die Flugzeuge von El Al stehen bereits seit Juli am Boden. Die Fluglinie wurde von der Corona-Krise schwer getroffen. Mitte August verlängerte sie den Flugstopp bis Ende September und begründete dies mit «immer noch geltenden Einschränkungen hinsichtlich der Quarantäne für in Israel ankommende Passagiere».

Verpflegung statt Flotte

Der neue Großaktionär äußerte sich noch nicht dazu, wie sehr El Al und ihre Flotte schrumpfen werden. Rozenbergs Firma Kanfei Nesharim erklärte, man wolle das Vertrauen der Passagiere wiederherstellen und Tausende Arbeitsplätze bei der Fluggesellschaft sichern. Weiter heißt es, man werde einen besonderen Schwerpunkt auf Pünktlichkeit legen sowie auf eine Verbesserung von Service, Flugerlebnis und Verpflegung an Bord.

Mehr zum Thema

Die Boeing 737-900 mit dem Taufnamen der Stadt Kiryat Gat schreibt am Montag (31. August) Geschichte.

Eine Boeing 737-900 von El Al schrieb Geschichte

El Al verlängert Flugstopp bis zum 30. September

El Al verlängert Flugstopp bis zum 30. September

Präsident von El Al tritt per sofort zurück

Präsident von El Al tritt per sofort zurück

ticker-el-al-neu2

El Al muss geplante Hanoi-Verbindung absagen

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier