Hauptort Stanley: Reisen auf die Falklandinseln werden einfacher.

EinigungFalklandinseln bekommen mehr Flüge

Die neue argentinische Regierung bemüht sich um gute wirtschaftliche Beziehungen mit Großbritannien. Sie zeigt sich dafür sogar beim Konfliktthema Falklandinseln verhandlungsbereit. Das hat auch Folgen für den Flugverkehr.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Argentinien steckt in einer Rezession. Die Regierung von Präsident Mauricio Macri will ausländische Investoren anlocken, um die Wirtschaft in Schwung zu bringen. Um mit diesem Plan auch in Großbritannien auf offenen Ohren zu stoßen, setzt Macri sogar beim Thema Falklandinseln – in Argentinien Malvinas genannt – auf Entspannung.

Das britische Überseeterritorium mit eigener Regierung, rund 400 Kilometer vor der argentinischen Küste im Atlantik gelegen, sorgt seit dem 19. Jahrhundert für Spannungen. Argentinien beansprucht die Inseln, deren rund 3000 Bewohner sich zum allergrößten Teil Großbritannien zugehörig fühlen, für sich. Im Falkland-Krieg 1982 siegten jedoch die Briten.

Erdöl und Flüge

Macris Vorgängerin Cristina Fernández de Kirchner ging noch voll auf Konfrontationskurs mit Großbritannien, wenn auch nicht mehr militärisch. Sie drohte den Briten mit einer Blockade. Auch die Luftfahrt wollte sie behindern.

Doch nun haben sich in dieser Woche Argentiniens Außenministerin Susana Malcorra und Alan Duncan, Staatsminister im britischen Außenministerium, darauf verständigt, Hindernisse für die Entwicklung der Inseln abzubauen. Dabei geht es um Fischerei, Schifffahrt und die wertvollen Öl- und Gasvorkommen der Region. Und um Flugverbindungen.

Verbindungen in andere Länder

Konkret soll es neue Flüge zwischen den Falklandinseln und anderen Ländern der Region geben. In diesem Zusammenhang vereinbarten Argentinien und Großbritannien in einem ersten Schritt die Einrichtung von zwei zusätzlichen Zwischenstopps pro Monat auf dem argentinischen Festland, einen in jede Richtung. Das ist ein Ausbau der einzigen aktuellen Verbindung von Südamerika aus.

Latam fliegt derzeit vom chilenischen Punta Arenas aus jeden Samstag mit einem Airbus A320 zum Mount Pleasant Airport auf die Falklandinseln. Zweimal im Monat landet er im argentinischen Río Gallegos zwischen, einmal auf dem Hin,- einmal auf dem Rückweg. Der Flug dient vielen Bewohnern der Inseln, um sich mit Produkten zu versorgen. Er bringt aber auch Touristen hin. Die einzige andere Verbindung ist der zwei mal pro Woche durchgeführte Flug mit Air Tanker von der britischen Luftwaffenbasis Brize Norton bei Oxford via Ascension Island nach Falkland.

Aerolineas Argentinas außen vor?

Während die Regierung der Falklandinseln das Vorhaben begrüßte, merkte die argentinische Zeitung Clarin an, dass die argentinische Regierung zuvor eigentlich einen Direktflug von Argentinien auf die Malvinas im Sinne hatte. Weiter schrieb das Blatt, dass Aerolineas Argentinas an der Öffnung nicht teilhaben könne. Grund sei eine Vereinbarung aus dem Jahr 1999, deren Regeln laut der Falkland-Regierung auch für den aktuellen Deal gelten würden. Sicher ist das nicht.

Mehr zum Thema

Joy Airline: Soll bald starten.

In Argentinien ist eine neue Airline in Planung - und der Chef ist kein Unbekannter

Blick aus einem Airbus A320 von Latam auf den südlichen Teil von Ostfalkland: Missgeschick bei British Airways.

British Airways zeigt auf Falklandinseln argentinischen Namen

ticker domus airways

Domus Airways: Neue argentinische Airline vor dem Start - mit speziellem Konzept

Boeing 737 von Flybondi: Mängel bei der Wartung.

Defekte Werkzeuge, nicht zertifiziertes Personal und Wartungsfehler

Video

Der Moment vor dem Absturz: Die Cessna kollidiert mit dem Gleitschirm.
Eine Paragliderin überlebt mit Glück den Zusammenstoß mit einer Cessna. Der Unfall wirft Fragen auf: Wer muss wem ausweichen? Und warum sehen sich Motorpiloten und Gleitschirmpiloten im selben Luftraum oft erst im letzten Moment?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Ramy RC vor seinem Lufthansa-Airbus-A380: Ganz schön groß.
Ein Airbus A380 als Modellflugzeug klingt spektakulär – doch das von Ramy RC sprengt selbst in der Modellbauwelt die Dimensionen. Der Nachbau des Lufthansa-Superjumbos mit Speziallackierung ist fast neun Meter lang und kann tatsächlich fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
condor flughafen zeichnen
Wer am Flughafen warten muss, kann einen künstlerischen Zeitvertreib ausprobieren. Zeichner Kevin Zych gibt eine kurze Videoanleitung dafür.
Timo Nowack
Timo Nowack