Hauptort Stanley: Reisen auf die Falklandinseln werden einfacher.

EinigungFalklandinseln bekommen mehr Flüge

Die neue argentinische Regierung bemüht sich um gute wirtschaftliche Beziehungen mit Großbritannien. Sie zeigt sich dafür sogar beim Konfliktthema Falklandinseln verhandlungsbereit. Das hat auch Folgen für den Flugverkehr.

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Argentinien steckt in einer Rezession. Die Regierung von Präsident Mauricio Macri will ausländische Investoren anlocken, um die Wirtschaft in Schwung zu bringen. Um mit diesem Plan auch in Großbritannien auf offenen Ohren zu stoßen, setzt Macri sogar beim Thema Falklandinseln – in Argentinien Malvinas genannt – auf Entspannung.

Das britische Überseeterritorium mit eigener Regierung, rund 400 Kilometer vor der argentinischen Küste im Atlantik gelegen, sorgt seit dem 19. Jahrhundert für Spannungen. Argentinien beansprucht die Inseln, deren rund 3000 Bewohner sich zum allergrößten Teil Großbritannien zugehörig fühlen, für sich. Im Falkland-Krieg 1982 siegten jedoch die Briten.

Erdöl und Flüge

Macris Vorgängerin Cristina Fernández de Kirchner ging noch voll auf Konfrontationskurs mit Großbritannien, wenn auch nicht mehr militärisch. Sie drohte den Briten mit einer Blockade. Auch die Luftfahrt wollte sie behindern.

Doch nun haben sich in dieser Woche Argentiniens Außenministerin Susana Malcorra und Alan Duncan, Staatsminister im britischen Außenministerium, darauf verständigt, Hindernisse für die Entwicklung der Inseln abzubauen. Dabei geht es um Fischerei, Schifffahrt und die wertvollen Öl- und Gasvorkommen der Region. Und um Flugverbindungen.

Verbindungen in andere Länder

Konkret soll es neue Flüge zwischen den Falklandinseln und anderen Ländern der Region geben. In diesem Zusammenhang vereinbarten Argentinien und Großbritannien in einem ersten Schritt die Einrichtung von zwei zusätzlichen Zwischenstopps pro Monat auf dem argentinischen Festland, einen in jede Richtung. Das ist ein Ausbau der einzigen aktuellen Verbindung von Südamerika aus.

Latam fliegt derzeit vom chilenischen Punta Arenas aus jeden Samstag mit einem Airbus A320 zum Mount Pleasant Airport auf die Falklandinseln. Zweimal im Monat landet er im argentinischen Río Gallegos zwischen, einmal auf dem Hin,- einmal auf dem Rückweg. Der Flug dient vielen Bewohnern der Inseln, um sich mit Produkten zu versorgen. Er bringt aber auch Touristen hin. Die einzige andere Verbindung ist der zwei mal pro Woche durchgeführte Flug mit Air Tanker von der britischen Luftwaffenbasis Brize Norton bei Oxford via Ascension Island nach Falkland.

Aerolineas Argentinas außen vor?

Während die Regierung der Falklandinseln das Vorhaben begrüßte, merkte die argentinische Zeitung Clarin an, dass die argentinische Regierung zuvor eigentlich einen Direktflug von Argentinien auf die Malvinas im Sinne hatte. Weiter schrieb das Blatt, dass Aerolineas Argentinas an der Öffnung nicht teilhaben könne. Grund sei eine Vereinbarung aus dem Jahr 1999, deren Regeln laut der Falkland-Regierung auch für den aktuellen Deal gelten würden. Sicher ist das nicht.

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