Flugzeug von Southern Wings: Haben die ehemaligen Chefs ein neues Projekt?

ArgentinienEine mysteriöse Airline und 60 Kilo Kokain

In Argentinien bewirbt sich eine Phantom-Fluggesellschaft um eine große Anzahl von Streckenrechten. Nun gibt es neue Spekulationen über die möglichen Verantwortlichen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Am Mittwoch (6. September) präsentieren Vertreter von Fluggesellschaften den argentinischen Behörden in Buenos Aires ihre Pläne, um neue Streckenrechte zu erhalten. Zu den Interessenten gehört die bisher unbekannte Buenos Aires International Airlines - und sie hat gleich 178 Routen beantragt, größtenteils auf der Langstrecke. Dafür will die mysteriöse Airline 136 Millionen Dollar investieren und 3400 Jobs schaffen. Argentinische Medien haben versucht, Buenos Aires International Airlines zu erreichen. Die Suche endete bei einer kleinen Anwaltskanzlei, deren Besitzer die Aktionäre der Fluglinie sind.

Als wäre all das noch nicht dubios genug, berichtet das Nachrichtenportal iProfesional nun über eine angebliche Verbindung zwischen Buenos Aires International Airlines und den Brüdern Juan und Christian Maggio, den ehemaligen Besitzern und Chefs von Southern Winds Airlines. Die Fluggesellschaft stand im Mittelpunkt eines Skandals, nachdem im September 2004 vier herrenlose Koffer mit insgesamt fast 60 Kilogramm Kokain mit einem Southern-Winds-Flug von Buenos Aires nach Madrid gelangt waren.

Experte warnt vor Maggios

Southern Winds geriet in den Verdacht, eine Drogenschmuggel-Airline zu sein und den Transport der Kokain-Koffer zugelassen zu haben. Auch wenn die Maggios laut den Ermittlungen nicht in den Rauschgifttransport verwickelt oder dafür verantwortlich waren, ging es für die eh schon angeschlagene und staatlich gestützte Fluggesellschaft durch den Skandal weiter bergab. 2005 stellte sie schließlich den Betrieb ein. Spätere Spekulationen über eine Rückkehr der Brüder ins Luftfahrtgeschäft erwiesen sich bisher nie als stichhaltig.

«Jetzt sind die Maggios auf Revanche aus und fordern 178 Routen», schreibt iProfesional und zitiert den argentinischen Luftfahrtexperten Diego Dominelli mit den Worten: «Wir kehren zum Schlimmsten der Vergangenheit zurück, denn diese Firma wird geführt von den Brüdern Maggio, die Southern Winds in die Pleite geführt haben.» Belege dafür, dass die Maggios tatsächlich hinter Buenos Aires International Airlines stecken, liefert allerdings weder das Nachrichtenportal noch der Experte.

Mehr zum Thema

Boeing 737 von Aerolinas Argentinas: Argentinien soll 390 Million Dollar für Enteignung zahlen.

390 Millionen Dollar: Argentinien kämpft weiter gegen XL-Rechnung für Aerolíneas-Enteignung

Zwei Flugzeuge der Flugschule Flying Parrot: Ein Fluglehrer der Flugschule hat am 4. Juli mutmaßlich Selbstmord begangen.

Fluglehrer springt während Flug aus Cessna – Flugschülerin muss alleine landen

Joy Airline: Will auf kleine Jets setzen.

In Argentinien ist eine neue Airline in Planung - und der Chef ist kein Unbekannter

Blick aus einem Airbus A320 von Latam auf den südlichen Teil von Ostfalkland: Missgeschick bei British Airways.

British Airways zeigt auf Falklandinseln argentinischen Namen

Video

Die D-AIHW von Lufthansa: Der Airbus A340-600 machte die Derière.
Jetzt ist es vorbei mit Airbus A340-600 bei Lufthansa. Zum Abschied des letzten Exemplares des Vierstrahlers blicken wir auf fünf Besonderheiten zurück, die ihn zu einem der faszinierendsten Langstreckenjets machten.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
airbus a321 p2f qantas
Einst beförderten sie Fluggäste für China Southern: Jetzt erweitert Qantas mit umgebauten A321 ihre Frachterflotte und fliegt mit den Airbus-Jets für die australische Post. Es ist die Ablösung für die BAE 146-300.
Timo Nowack
Timo Nowack
Blick aus dem Airbus A340-600 von Lufthansa: Jetzt ein Bild der Vergangenheit.
Nach 23 Jahren hat Lufthansa ihren letzten regulären Flug mit einem Airbus A340-600 absolviert. Am Steuer saß Lufthansa-Airlines-Vorstand Francesco Sciortino. Es war ein emotionaler Abschied von einem Flugzeug, das für viele etwas Besonderes war - aber einfach nicht mehr mit den moderneren Modellen mithalten kann.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin