Flughafen DüsseldorfEhrenrunde von Air-Berlin-Jet war genehmigt

Die Piloten des letzten Langstreckenfluges von Air Berlin in Düsseldorf verabschiedeten sich per Spezialmanöver. Das Okay dazu hatten sie. Dennoch untersucht das Luftfahrt-Bundesamt.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Eines ist klar: Mit ihrem speziellen Manöver sorgten die Piloten des letzten Langstreckenfluges von Air Berlin am Flughafen Düsseldorf für einen Abschied, der vielen in Erinnerung bleiben wird. Kurz bevor sie den Airbus A330 aufsetzten, leiteten sie einen Durchstart ein und drehten nach links ab. Die Maschine flog in geringer Höhe am Kontrollturm vorbei und über das Terminal hinweg nach Osten.

Nach acht Minuten kehrte der A330 von Air Berlin zurück und landete ganz normal am Flughafen Düsseldorf. «Durften der Flugkapitän und sein Kopilot das?», fragten sich danach viele. Die kurze Antwort: Ja, sie durften. Allerdings gingen sie mit List vor, um ihre eindrückliche Ehrenrunde zum Abschied von Air Berlin durchführen zu können.

Linkskurve ungewöhnlich, aber erlaubt

«Der Pilot holte sich bei den Lotsen die Erlaubnis, im Falle eines Durchstarts eine Linkskurve fliegen zu dürfen», erklärt eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung DFS gegenüber aeroTELEGRAPH. Diese habe er auch bekommen. Normalerweise wird beim Durchstarten geradeaus weiter geflogen.

Von nun an hatten die Piloten die alleinige Verantwortung. Denn das Cockpit entscheidet alleine über die Durchführung eines Durchstarts. Das nutzen der Flugkapitän und sein Kopilot. Sie leiteten den Durchstart – im Jargon Go-Around genannt – ein und flogen die genehmigte  Linkskurve zum Abschied.

Emotionale Abschiedsrede

Es lag dabei auch in der Verantwortung der Cockpitcrew, kein anderes Flugzeug zu gefährden. Auch wenn aus Sicht der Flugsicherung alles korrekt ablief, wird es allerdings eine Abklärung zum Vorfall in Düsseldorf geben. «Das Luftfahrt-Bundesamt hat Air Berlin in diesem Fall um Stellungnahme zu dem Durchstartmanöver der A330 in Düsseldorf gebeten, da es von den üblichen Durchstartmanövern abweicht», erklärt ein Sprecher der Behörde. Den Grund dafür müsse man abklären.

Das Manöver war von der Crew auf jeden Fall geplant. Denn nach der Landung verabschiedete sich der Flugkapitän mit einer emotionalen Rede, wie die Zeitung Express schreibt. «Es ist heute das letzte Mal, dass ich Sie nach der Landung in Düsseldorf willkommen heiße. Ich möchte mich bei Ihnen bedanken, dass Sie uns so viele Jahre und bis zuletzt die Treue gehalten haben. Meiner Besatzung vielen Dank und meine Hochachtung für die professionelle Durchführung dieses letzten Fluges. Wir sagen heute nicht auf Wiedersehen, sondern tschüss.»

Das spezielle Manöver der Air-Berlin-Piloten sehen Sie in der oben stehenden Videogalerie aus drei unterschiedlichen Perspektiven.

Mehr zum Thema

INNA und Wizz Air: Das Video zu Wizz Away wurde am Flughafen Bukarest gedreht.

Wenn Airlines auf Popstars setzen

Flughafen Mönchengladbach: Wirkt ruhig - ist aber ganz schön geschäftig.

Einst Grasfeld, dann Air Berlins Düsseldorf-Alternative und heute Innovationslabor

Flugzeug von Condor in Wien: Hier brummt das Geschäft.

Condor nennt ihre erfolgreichsten Städte-Strecken - und Unterschiede zu Air Berlin

Ein Eurowings-Flugzeug über der Altstadt von Jeddah: Die Airline fliegt im Winter ab Stuttgart neu in die saudische Hafenstadt.

Eurowings wird zum Arabien-Shuttle

Video

Lockheed L-1011  03
In Kenias Hauptstadt Nairobi steht eine 45-jährige Lockheed L-1011 Tristar, die wieder abheben und Fracht transportieren soll. aeroTELEGRAPH sprach mit einem, der an dem Projekt beteiligt ist - und auch eine 57-jährige Douglas DC-8 wieder in die Luft bringen will.
Timo Nowack
Timo Nowack
Comac C919 von China Southern Airlines: Außen fix und innen?
Bislang setzt Shenzhen Airlines ausschließlich auf Airbus und Boeing. Nun möchte die mehr als 200 Flugzeuge starke Air-China-Tochter auch die Comac C919 einsetzen. Interesse gibt es auch von Loong Air. Das Problem: Lieferketten und Produktionsgeschwindigkeit bremsen den chinesischen Hersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack
So weist Lufthansa auf die Spielregeln hin: Neues Highspeed-Internet an Bord.
Erstmals hat ein Flugzeug von Lufthansa Passagiere regulär ans Ziel gebracht, in dem das neue Highspeed-Internet installiert ist. Wir waren an Bord und haben das neue Angebot getestet.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin