«Sofort die Startpläne abbrechen!»

Ein Jet von Egypt Air und eine Lufthansa-Maschine sind in New York knapp einer Kollision entgangen. Schuld war ein falsches Manöver.

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Am New Yorker Flughafen JFK kam es am Montag (20. Juni) beinahe zu einer folgenschweren Kollision. Eine Boeing 777 der Egypt Air bog versehentlich auf das Rollfeld ab, auf dem ein Jet der Lufthansa gerade startete. Die Lufthansa-Maschine musste eine Vollbremsung hinlegen. Eine Kollision hätte katastrophal geendet: Beide Flieger waren vor den Langstreckenflügen vollgetankt worden und hatten hunderte Passagiere an Bord: Im Lufthansa-Flieger befanden sich 286 Passagiere. An Bord der Air-Egypt-Maschine hätten bis zu 346 Passagiere Platz, genaue Zahlen wurden noch nicht bekannt gegeben.

Überhitzte Bremsen

Die Lufthansa-A340 war auf dem Weg von New York nach München, die ägyptische Maschine sollte nach Kairo fliegen. Nach der Vollbremsung waren die Bremsen der Lufthansa-Maschine stark überhitzt. Die Maschine musste von Technikern gründlich überprüft werden und startete schliesslich mit einer Stunde und 40 Minuten Verspätung, der Falschabbieger hob eine Stunde zu spät ab.

In den amerikanischen Nachrichten wurden die Funksprüche aus dem Tower veröffentlicht: Eindringlich ruft der Towerlotse den Lufthansa Piloten zu: «Sofort die Startpläne abbrechen!»

Video

Das Heck ragt in den Himmel.
Eine Boeing 787 fiel am Gate in Frankfurt auf die Nase. Am Vortag soll es eine Fehlermeldung und einen Technikauftrag für den Dreamliner on Lufthansa gegeben haben.
Timo Nowack
Timo Nowack
guayaquil airbus a350 iberia
Es sollte ein freudiger Moment werden, aber endete mit einem Flugzeug, das nicht mehr abheben konnte. Am Flughafen Guayaquil in Ecuador ist ein Airbus A350 von Iberia beim Wassersalut mit einem Feuerwehrfahrzeug kollidiert.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die D-ABPQ liegt auf der Nase: Die Boeing 787-9 sollte nach Los Angeles fliegen.
Zwischenfall am Flughafen Frankfurt: Das Bugfahrwerk einer Boeing 787 von Lufthansa knickte am Gate ein. Der Dreamliner wurde dabei erheblich beschädigt. Es gab auch mehrere Verletzte unter Crew und Bodenmitarbeitenden.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin