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Guayaquil

Blinde Passagiere fallen bei Start aus Fahrwerk

Immer wieder versuchen Menschen, im Fahrwerkschacht eines Flugzeugs mitzureisen. Zwei Männer haben das jetzt in Ecuador mit dem Leben bezahlt.

aeroTELEGRAPH

Fahrwerkschacht (hier eines A380): Kein sicherer Ort für eine Reise.

Oftmals sind es gute Gründe, die Menschen dazu bewegen, es zu tun. Sie fliehen vor Armut oder Unterdrückung. Manchmal suchen sie aber auch einfach nur den Kick. Alle riskieren dabei ihr Leben. So auch zwei Männer im Alter zwischen 25 und 30 Jahren, die am Montag (26. Februar) am Flughafen Guayaquil in Ecuador aus dem Fahrwerkschacht einer Boeing 767 von Latam gefallen sind.

Ungewöhnlich an diesem Fall ist, dass die beiden blinden Passagiere bereits beim Start verstarben. Als die Boeing 767 mit Ziel New York in Guayaquil abhob, fielen sie vom Fahrwerkschacht auf die Piste. Eine mögliche Erklärung: Die Maschine war zuvor aus Peru gekommen. Allenfalls sind die Männer bereits dort zugestiegen und auf jenem Flug verstorben.

Manchmal gelingt es auch

Nicht immer geht eine solche Reise tödlich aus. Im Jahr 2014 beispielsweise überlebte ein 15-Jähriger einen Flug über 3880 Kilometer und rund fünfeinhalb Stunden als blinder Passagier in einer Boeing 767. Er kletterte am Flughafen in Honolulu sogar noch selbst aus dem Fahrwerkschacht. Gemäß Zahlen aus den USA bezahlen aber drei von vier blinden Passagieren im Fahrwerk ihre Aktion mit dem Leben.

Warum Überleben im Fahrwerk möglich ist und was ein blinder Passagier erlebt, lesen Sie unter «Mehr zum Thema».



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