Crew von Easyjet: Die Billigairline will sich treu bleiben.

Hohes RisikoWas Easyjet nie tun wird

Die britische Billigairline hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Doch es gibt Dinge, die Easyjet nie tun will.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

In den 20 Jahren seit der Gründung hat sich bei Easyjet so einiges geändert. Heute kann man bei der britischen Billigairline einen Sitzplatz reservieren oder sein Ticket umbuchen und neuerdings gibt es sogar ein eigenes Loyalitätsprogramm für Vielflieger. Das wäre beim Start im November 1996 undenkbar gewesen.

Das Grundmodell aber sei stets das gleiche geblieben, sagte Vorstandsvorsitzende Carolyn McCall kürzlich bei einer Veranstaltung in London. Easyjet sei einfach und erschwinglich. Damit man das weiterhin bieten kann, muss auch etwas anderes unangetastet bleiben: «Unser zentraler Erfolgsfaktor bleibt bis heute die tiefe Kostenstruktur», so McCall.

Gewisse Dinge kann Easyjet kaum je tun

Für McCall ist denn auch klar, dass es einige Dinge gibt, die Easyjet nie oder zumindest nicht so schnell machen wird. Denn wenn man diese anpacken würde, wäre der zentrale Erfolgsfaktor Tiefkosten in Gefahr:

Langstreckenflüge: Flüge von mehr als vier Stunden Dauer würden eine neue Organisation des Betriebes erfordern - ein großer Einschnitt und ein hohes Risiko. Langstrecken hätten deshalb «derzeit absolut keine Priorität», so McCall. Man habe in Europa zudem noch genug Wachstumsmöglichkeiten. Der Marktanteil betrage erst 8 Prozent.

Umsteigeverbindungen: Easyjet wird auch in Zukunft keine Umsteigeflüge anbieten. «Das würde unser erfolgreiches System überladen», so McCall. Anschlüsse müssten abgewartet, Koffer umgeladen werden. Wenn Passagiere an einem Flughafen von einem zu einem anderen Easyjetflug wechseln wollen, müssen sie das also auch in Zukunft selbst tun.

Lounges: Zwar sind Businessreisende für Easyjet wichtig. Aber Lounges wird die Billigairline trotz des Starts eines Vielfliegerprogramms nicht einführen. Die Geschäftsleute, die mit Easyjet fliegen, schätzen schnelle Einsteigezeiten. Da lohne sich der Besuch einer Lounge nicht, findet McCall. «Es ist auch etwas, was bei Kundenbefragungen nie als Wunsch erscheint.»

Zubringerdienste: Zwar reden Lufthansa und andere klassische Fluglinien mit Easyjet (und auch Ryanair) über die Möglichkeit, dass die Billigairlines Passagiere zu ihren Drehkreuzen fliegen. Doch zumindest bei Easyjet ist man diesbezüglich sehr «vorsichtig». «Man müsste da sehr kreativ sein, damit unser System nicht leidet», so McCall.

Mehr zum Thema

ticker-easyjet

Streiks sorgen in Italien für Probleme im Luftverkehr - vor allem Easyjet betroffen

ticker-easyjet

Easyjet garantiert stabile Preise für Sommerreisen

ticker-easyjet

Easyjet und Rolls-Royce testen Triebwerk mit Wasserstoff

ticker-easyjet

Easyjet startet neun neue Winterstrecken ab Großbritannien

Video

airbus a350 1000 ulr
Qantas will mit diesem Flugzeug von Sydney nach London fliegen. Jetzt ist erstmals ein Airbus A350-1000 ULR abgehoben. Der Ultra-Langstreckenjet absolvierte etliche Tests.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die Embraer E195-E2 über der Copacabana: Azul feierte mit der Aktion das brasilianische Fußballteam der Männer.
Für eine besondere Werbeaktion wurde der Luftraum über Rio de Janeiro kurzzeitig gesperrt. Eine Embraer E195-E2 von Azul flog im Tiefflug entlang der berühmtesten Strände der Stadt – in den Farben der brasilianischen Nationalflagge.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
airbus a319 xizang airlines tibet airlines
Auf einem frisch lackierten Airbus A319 von Tibet Airlines ist der Name Xizang Airlines zu lesen. Es könnte der erste Schritt einer größeren Umbenennung sein, die auch einen politischen Hintergrund haben könnte.
Timo Nowack
Timo Nowack