Pilotinnen von Easyjet: Kein Mangel an Kandidaten.

Easyjet«Bekommen viele Bewerbungen von Konkurrenz»

Während Ryanair mit Streiks zu kämpfen hat, merkt man bei Easyjet nichts von einem Pilotenmangel. Offenbar kommen aus Irland regelmäßig Bewerbungen.

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Die Beziehung zwischen Ryanair und dem Personal könnte besser sein. Am Freitag (20. Juli) streiken in Irland die Piloten der Billigairline zum zweiten Mal. 24 Flüge zwischen Irland und dem Vereinigten Königreich fallen aus. Vergangenen Donnerstag am ersten Streiktag waren es 30 Flüge gewesen.

Die Piloten kämpfen für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne. Der Streik sei «ein letzter Ausweg», heißt es bei der Gewerkschaft. Offenbar haben viele Angestellte im Cockpit inzwischen tatsächlich genug und schauen sich nach Jobs bei der Konkurrenz um. «Wir erhalten eine Menge von Bewerbungen von Piloten unserer Wettbewerber», sagte Easyjet-Chef Johan Lundgren während der Farnborough Air Show.

«Wir sind als gute Arbeitgeberin bekannt»

Anders als viele Konkurrenten spüre seine Fluglinie keinen Pilotenmangel. «Das hat damit zu tun, dass Easyjet als sehr gute Arbeitgeberin bekannt ist», so Lundgren. Immerhin sei auch er selbst zur britischen Fluggesellschaft gekommen, weil er ein Fan war. «Ich bin zu Easyjet, weil ich als Kunde so begeistert von der Airline war», sagt er. Seit Dezember 2017 ist er Chef der Billigairline.

Einen Seitenhieb auf die irische Konkurrenz lässt sich Lundgren nicht nehmen. «Wir haben schon immer mit den Gewerkschaften gearbeitet und lokale Veträge anerkannt», sagt Lundgren. Ryanair begann erst in den vergangenen Monaten, überhaupt mit Gewerkschaften zu reden – als Novum in der Geschichte der Airline.

Bis zu 300 Streichungen kommende Woche

Die irische Billigflieger hat derweil nicht nur Ärger mit den Piloten. Für Mittwoch und Donnerstag kommender Woche sagt Ryanair bis zu 300 Flüge ab - aufgrund «unnötiger Streiks» von Kabinenmitarbeitern in Belgien, Portugal und Spanien, wie die Fluggesellschaft am Mittwoch bei Twitter schreibt.

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