Luftdüsen: Kommt hier manchmal Giftiges heraus?

Aerotoxisches SyndromEasyjet bekämpft giftige Dämpfe

Es ist ein Schritt, der die Branche verändern könnte: Easyjet installiert in den Flugzeugen Filter, damit giftige Dämpfe nicht mehr in die Kabine gelangen.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Giftige Dämpfe an Bord - Schlagzeilen darüber liest man immer wieder. Und in der Tat gibt es ab und an Fälle, in denen Passagiere, Flugbegleiter und Piloten über unerklärliche, plötzliche Benommenheit, Kopfschmerzen und Übelkeit klagen. Manchmal führt das gar bis zu einer vorübergehenden Ohnmacht. Als Auslöser wird verunreinigte Kabinenluft vermutet.

Die Atemluft in der Kabine und im Cockpit wird bei den meisten modernen Flugzeugen ungefiltert über die Triebwerke gewonnen – so auch bei Boeing (außer beim Dreamliner), Airbus und den anderen Herstellern. Der Fachausdruck dafür heißt Zapfluft. Verbrennt Triebwerksöl, kann es sein, dass giftige Dämpfe mit dem Nervengift TCP entstehen. Diese können über die Zapfluft in den Passagierraum gelangen.

Tests im kommenden Jahr

Doch die Meinungen darüber, ob es als Folge verunreinigter Kabinenluft auch langfristige Gesundheitsschäden gibt, gehen auseinander. Man untersuche die Luft regelmäßig und es seien keine Auswirkungen auf die Gesundheit bemerkbar, so der Tenor in der Branche. Die Häufigkeit von Arbeitsunfähigkeit und Tod sei bei Piloten 400 Prozent größer als bei Berufsgruppen, die nicht solchen Dämpfen ausgesetzt seien, halten Kritiker wie die bekannte Autorin Susan Michaelis dagegen.

Nun aber anerkennt Easyjet das sogenannte aerotoxische Syndrom zumindest indirekt. Denn wie die Billigairline der Zeitung Sunday Times verriet, lässt sie vom amerikanischen Filter-Hersteller Pall ein System für ihre Flieger entwickeln. Die Filteranlage soll ab kommendem Jahr getestet und danach eingeführt werden. Als Grund für den Schritt gibt Easyjet «Gesundheitsbedenken» an.

«Extrem wichtig»

Offiziell erklärte die Fluggesellschaft jedoch der Sunday Times, man nehme in der Diskussion um das aerotoxische Syndrom keine Position ein. Sie bleibe ein Gebiet der wissenschaftlichen Unsicherheit. Ein Vertreter der Flugbegleiter-Abteilung der britischen Gewerkschaft Unite meinte gegenüber der Zeitung Daily Mail indes, der Schritt sei «extrem wichtig und hochwillkommen».

Mehr zum Thema

Turbine von General Electric: Quelle der Kabinenluft.

«Fluglinien scheren sich nicht»

Pilot und Passagiere: Toxische Kabinenluft?

Mediziner warnt vor Kabinenluft

Airbus A321 Neo von Easyjet: Ein solches Flugzeug hatte Probleme mit dem Frachtraum.

Flug von Easyjet landet in Berlin – ohne ein einziges Gepäckstück an Bord

ticker-easyjet

Easyjet rüstet letzte Airbus A320 mit Sharklets nach

Video

Airbus A350 von Finnair: Bald eigen Musik an Bord.
Die veränderte Kundenstruktur bringt eine stärkere Markenpositionierung als finnische Airline. Komponist Lari Porra schuf für Finnair eine Klangwelt, die finnische Landschaften und das Reisegefühl musikalisch erlebbar machen soll. So klingt sie.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
pab wingair fujairah airbus a320 neo acj
Bei Airbus in Toulouse ist ein frisch produzierter A320 Neo zu erspähen, dessen Lackierung deutlich macht: Er wird in die Vereinigten Arabischen Emirate gehen. Allerdings nicht zu einer Airline.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a380 qantas sao paolo
Ein Airbus A380 der australischen Airline hat einen Flug nach Brasilien absolviert, der nicht zum Linienflugprogramm von Qantas gehört. Das sorgte für zwei Premieren. Nun gibt es Gerüchte, dass ein Superstar den Superjumbo gemietet haben soll.
Timo Nowack
Timo Nowack