Boeing 737 von Eastar Jet: Die Airline ist abgeschlagen.

Koreanische AirlineEastar Jet will mit neuem Namen Skandalen davonfliegen

Der koreanische Billigflieger litt nicht nur unter der Pandemie, sondern auch unter Skandalen des Airline-Gründers. Jetzt will Eastar Jet ganz neu anfangen.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Auf den ersten Blick sieht es aus wie eine klassische Airline-Geschichte in Corona-Zeiten: Die angeschlagene koreanische Billigairline Eastar Jet hofft zu Beginn der Pandemie auf eine eh bereits geplante Übernahme durch die Konkurrentin Jeju Air. Doch im Sommer 2020 scheitert das Geschäft und Eastar steht mitten in der Krise wieder alleine da.

Obwohl sie ihre Flotte von 18 Boeing 737 drastisch reduziert - auf heute nur noch drei Flugzeuge - muss die Fluggesellschaft im Herbst 2021 einen Restrukturierungsplan bei einem Insolvenzgericht einreichen. Bis hierhin ist es lediglich die Geschichte von einer von vielen Fluglinien weltweit, die durch Covid-19 vor dem Aus stehen.

Gründet schadete der Airline massiv

Doch bei der koreanischen Airline kommt noch ein handfester Skandal hinzu. Eastar-Gründer und Politiker Lee Sang-jik muss 2021 mehrere Monate in Haft wegen Kontroversen über nicht gezahlte Löhne und Korruptionsvorwürfe im Umfeld seiner Familie. Im Oktober kommt er allerdings auf Kaution frei.

Doch der Eastar-Gründer wird auch angeklagt, weil er Firmengelder veruntreut haben soll. Lee habe der Fluglinie Verluste in Höhe von 43,9 Milliarden Won (nach heutigem Kurz umgerechnet rund 32 Millionen Euro) Verluste beschert, indem er im Jahr 2015 Anteile unter Wert an eine Firma seiner Kinder verkauft habe. Anfang 2022 wird der Eastar-Gründer für diesen und weitere Vorwürfe zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt.

Fluglinie will tabula rasa machen

Mit dem Immobilienunternehmen Sung Jung erhält Eastar Jet noch 2021 einen neuen Eigentümer. Im Sommer 2022 scheint das Unternehmen dann erneut zu straucheln. Es gerät in die Kritik, weil es bei der Beantragung einer neuen Lizenz einem Ministerium falsche Finanzdaten übermittelt haben soll. Doch mittlerweile ist sie von diesem Vorwurf entlastet.

Und nun will die Fluggesellschaft ganz von vorne beginnen. Ende September 2022 teilt sie mit, mit neuem Management, neuem Namen, neuem Standort und zusätzlichen Kapital ein gänzlich neues Kapitel in der Firmengeschichte aufzuschlagen. Verbindungen zu Gründer Lee gebe es keine mehr. Bei Ermittlungen - die mittlerweile auch gegen einen Helfer von Lee laufen - arbeite man mit den Behörden zusammen, erklärt die Fluglinie.

Mehr zum Thema

Boeing 737 von Eastar Jet: Die Airline ist abgeschlagen.

Geplatzter Verkauf lässt Eastar Jet zittern

ticker sum air

Neue Regionalairline für Südkorea: Sum Air übernimmt erste ATR 72

ticker-welt

Die emsigsten Inlandsrouten der Welt im Jahr 2025

Erster Airbus A330 von Parata Airlines: Noch fehlt das AOC.

Fly Gangwon bereitet als Parata Airlines Comeback vor - mit Airbus A330

Video

Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die VA-1X von Vertical Aerospace: Zeigte in Farnborough, was sie kann.
Elektrische Senkrechtstarter gelten als eines der Zukunftsthemen der Luftfahrt. Auf der Farnborough Airshow demonstrierte Vertical Aerospace eindrucksvoll die Fähigkeiten seines Prototyps. Bis Passagiere regelmäßig mit Evtols fliegen, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies