Airbus-Patentzeichnung: Beim Kühlen würde die Form sich verändern.

Neues PatentDruckt Airbus bald Flugzeuge in 3D?

Ein neues Patent von Airbus könnte den Flugzeugbau revolutionieren. Noch gibt es bei der genutzten Technik einige Probleme zu lösen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Auch wenn mit 3-D-Druck heute schon einiges möglich ist – ein ganzes Flugzeug drucken kann man noch nicht. Ein neues Patent, das Airbus eingereicht hat, könnte das ändern. Die von den Ingenieuren beschriebene Technik würde es ermöglichen, aus verschiedenen Werkstoffen die Struktur eines Flugzeuges zu drucken. Die Produktion würde sich damit stark beschleunigen.

Die Technik, die Airbus anwenden würde, wäre das Selektive Lasersintern (SLS). Übersetzt heißt das: Räumliche Strukturen werden aus einem pulverförmigen Ausgangsstoff hergestellt. In der Patentanmeldung von Airbus heißt es, dass man damit beginnen würde, eine «muschelartige» Außenhülle eines Fliegers zu bauen. Auf diese würde man dann mit SLS die erste Puderschicht applizieren. Ein Laser würde den Puder dann mit der Struktur verschmelzen. Die Kräfte, die auf den nun einzelnen Bauteil bei der Abkühlung wirken, sorgen dafür, dass er sich in die Zielstruktur biegt (siehe Bild oben).

Nach und nach weitere Materialien

Auf diese Weise könnte man nach und nach weitere Materialien auf die Struktur drucken. Neben der Außenhülle könnte man laut dem Patent verschiedene dieser muschelartigen Strukturen entwerfen, die als Basis für verschiedene Flugzeugteile dienen – man würde also nicht ein fertiges Flugzeug drucken, doch den Prozess der Massenherstellung stark beschleunigen – falls der Flugzeugbauer es denn umsetzt.

Außerdem soll die Widerstandsfähigkeit des Produkts nach dem Drucken wegen der Verschmelzung der verschiedenen Materialien deutlich größer sein als bei bisherigen Flugzeugteilen, heißt es im Patentantrag. Weil man weniger Material beim Bau braucht, wäre das Flugzeug außerdem leichter.

Studie deckt Mängel bei der Technik auf

Bis dahin dürfte aber noch einige Zeit vergehen. Denn eine Studie der Carnegie Mellon University deckte kürzlich auf, dass es beim Sintern zu strukturellen Schäden kommen kann. Selbst beim sehr starken Titan waren die von den Forschern untersuchten Bauteile nicht gleich resistent gegen Belastungen wie traditionell hergestellte Metallteile. Der Grund: Beim Sintern kann beim Auftragen der verschiedenen Puderschichten Gas dazwischengeraten. Dadurch wird am Ende das gesamte Bauteil porös.

Gerade im Flugzeugbau ist das fatal. Die Forscher wollen nun untersuchen, wie man die Porosität verhindern kann. In einem nächsten Schritt soll untersucht werden, ob man durch eine Vorverarbeitung des verwendeten Puders verhindern kann, dass das Gas in die Zwischenräume gerät.

Mehr zum Thema

airbus a350 900 delta air lines

Anonymer Kunde bestellt 15 Airbus A350

ticker-airbus-konzern-

Airbus holt Strategieberater Eric Kirstetter in den Vorstand

airbus a319 neo china southern

China Southern und ihre Tochter Xiamen Airlines bestellen mehr als 130 Jets bei Airbus

ticker-airbus-konzern-

Airbus startet schwächer ins Jahr – weniger Auslieferungen drücken Ergebnis

Video

Der Airbus A321 Neo von Lufthansa bei der Evakuierung: Starker Geruch nach Kerosin.
Kurz nach dem Start Richtung München musste ein Airbus A321 Neo der deutschen Fluglinie umkehren. Nach der sicheren Landung in Athen wurde der Jet von Lufthansa evakuiert. Drei Menschen wurden leicht verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Evakuierung des AIrbus A321 Neo von Frontier Airlines: Viele nehmen ihr Gepäck mit.
Nach dem tödlichen Zwischenfall auf der Startbahn in Denver geriet auch die Evakuierung des Airbus A321 Neo in den Fokus. Erneut haben zahlreiche Passagiere trotz Rauchentwicklung ihr Handgepäck mitgenommen. Nun ermitteln die Behörden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
copa airlines muttertag
Wo können Mutter und Kind den Muttertag am besten verbringen? Im Cockpit, war die Antwort der Familie Freitas bei Copa Airlines.
Timo Nowack
Timo Nowack