Hoch über den Lüften auch noch was über die Landschaft erfahren: Mit der neuen App «Flyover Country» ist das möglich.

Flyover CountryApp zeigt, über welche Landschaften man fliegt

Eine neue App lässt die Herzen von wissbegierigen Passagieren höher schlagen: Offline zeigt sie Informationen über die Landschaft an, über die man gerade fliegt.

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Wenn man aus dem Flugzeugfenster etwas schönes entdeckt, will man auch wissen, wo sich diese Landschaft befindet. Nicht immer wird das aber im Flugzeug angezeigt. Genauso ging es auch dem App-Entwickler Shane Loeffler, als er gerade von London zurück nach Minnesota flog und sich über die eisige Landschaft von Neufundland und Quebec wunderte. «Ich flog über diese herrlichen Landschaften und fragte mich, über welche geologischen Besonderheiten ich denn gerade ganz genau fliege», sagt Loeffler.

Er wollte das ändern und erfand die Traum-App für fliegende Wissbegierige einfach selbst. Die kostenfreie GPS-basierte App «Flyover Country» verwendet geologische und paläontologische Datenbanken (Wissenschaft über vorzeitliche Lebewesen/Fossilien), um mehr Infos über die Landschaften, die gerade unter dem Flugzeug liegen, anzuzeigen. Angezapft werden zudem Wikipedia-Artikel. Das alles funktioniert – bei Flugreisen nicht unwichtig – auch im Offline-Modus.

Fundorte von Dinosaurierknochen oder Flussmündungen

So kann der Reisende neu mit der App mehr über den gerade vorbeigezogenen Gletscher herausfinden – und das auch ohne Internet. Zusatzinfos gäbe es dank den bereits im Cache befindenden Wiki-Artikeln auch bei einem Fluss: Warum mündet dieser genau da in die See und wo hat der Mensch in die Natur eingegriffen? Die App liefert ebenso interessante Informatinen über Sehenswürdigkeiten und andere von Menschenhand geschaffene Dinge wie beispielsweise eine Mine, oder gar über Fundorten von Dinosaurier-Knochen.

Wikipedia-ähnliches Konzept für Forscher

Die App soll ähnlich dem Wikipedia-Prinzip von Forschern direkt mit neuen Ergebnissen ihrer Feldarbeit eingespiesen werden und somit kontinuierlich wachsen. Die App könnte im besten Falle gar einen Anreiz für Forscher bieten, die ihre Ergebnisse auf einfache und neue Art einem interessierten Publikum näher bringen wollen. Ebenso versprechen die App-Entwickler in den kommenden Monaten ein Dutzend neuer Informationsquellen über die Beschaffenheit von Geröll und Felsen, über Feldarbeit und chemische Proben von Ozeanen, bis hin zu Erdbeben-Infos einzupflegen.

Natürlich müssten für all die Infos gute Sichtbedingungen herrschen. Doch sollte es auch mal regnen, so ist Loeffler ebenso kreativ: «Wir bringen bestimmt einen Meteorologen dazu, über die Wolkenbildung und andere Naturspektakel zu berichten.» Pläne für die Sternkonstellationen sind dann bald auch schon auf dem Plan der Entwickler.

Die «Flyover Country»-App kann kostenlos auf ihr Smartphone per iTunes-Store oder bei Google Play geladen werden.

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