Flieger von Al Masria Universal Airlines: Half bei Afghanistan-Luftbrücke.

Al Masria Universal AirlinesDiese Airline flog für deutsche Initiative nach Kabul

Eine private Initiative charterte einen Airbus A320, um Menschen aus Kabul zu evakuieren. Der Flieger stammte aus Ägypten.

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Angesichts der Einnahme Kabuls durch die Taliban machte sich aus Deutschland nicht nur die Bundeswehr auf, Menschen zu evakuieren. Auch eine private Initiative namens Luftbrücke Kabul wollte Menschen aus Afghanistan ausfliegen. Sie sammelte Spenden und mietete mit dem Geld einen Airbus A320, den sie nach Kabul schickte.

Vor Ort gelang es aber nicht, die Menschen wie geplant mit Bustransporten über die katarische Botschaft zum Flughafen zu bringen. Die Initiative macht dafür im Wesentlichen auch die Diplomaten des Auswärtigen Amtes verantwortlich, die sie mittlerweile wiederholt kritisiert hat. Das Ministerium weist die Vorwürfe zurück.

Al Masria aus Ägypten

Schließlich nutzte Portugal das Angebot, um zumindest 18 Ortskräfte auszufliegen, wodurch der A320 nicht leer abheben musste. «Der Flug fand am 25. August statt und ging von Kabul nach Tiflis», sagt Ruben Neugebauer vom Verein Sea Watch, der an der Initiative beteiligt ist, zu aeroTELEGRAPH. «Die Menschen wurden dort von einem von der portugiesischen Regierung bereitgestellten Charterflug weiter nach Portugal geflogen.»

Neugebauer verrät auch, von wem das Flugzeug stammte: Al Masria Universal Airlines aus Ägypten. Die Fluggesellschaft aus Kairo verfügt über eine Flotte aus fünf Flugzeugen: zwei Airbus A320-200, zwei Boeing 737-400 und eine Boeing 737-500. Im Durchschnitt sind die Jets etwas älter als 24 Jahre. Die private Airline, die 2007 gegründet wurde, bietet sowohl Charterservices an als auch Linienverbindungen, zum Beispiel von Kairo nach Mailand.

Crew gab sich gelassen

Der Charterflug nach Kabul kostete laut Neugebauer inklusive Versicherung rund 350.000 Euro. Zur Auswahl von Al Masria sagt die Filmemacherin Theresa Breuer, die ebenfalls zur Initiative gehört, im Gespräch mit dem Magazin Spiegel: «Wichtig war uns vor allem, dass sie die Erlaubnis hatte, im europäischen Luftraum zu fliegen.»

Gegenüber Ägypten habe der deutsche Außenminister Heiko Maas zuvor sogar «bekräftigt, dass unsere Maschine starten darf», so Breuer. Die Filmemacherin fragte die Crew dann während des Fluges, ob sie keine Angst hätten. «Die sagten mir: 'Wieso? Das ist für uns ein Ziel wie jedes andere auch.'»

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