C-Series, Sukhoi Superjet und Co.Die Verlierer des tiefen Ölpreises

Neue Flieger sind gegenüber älteren Modelle viel sparsamer. Doch genau dieses Argument ist wegen der tiefen Ölpreise derzeit unwichtig. Das spüren C-Series und Co.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Für die Fluggesellschaften ist der tiefe Kerosinpreis ein Segen. Seit Öl billiger und billiger wird, vermindert sich auch der hohe Fixkostenanteil der Treibstoffausgaben. Doch nicht für alle Unternehmen der Luftfahrtbranche bedeutet der Ölpreiszerfall gute Nachrichten.  Ein Grund ist, dass ein wichtiges Verkaufsargument für neue Flugzeuge in den Hintergrund rückt: Die Sparsamkeit. Ein besonders drastisches Beispiel dafür ist die C-Series vom angeschlagenen Hersteller Bombardier. Vorgestellt worden war der Jet kurz nach dem Ölpreis-Hoch von 145 Dollar pro Fass im Jahr 2008.

Seither geht es fast nur bergab. Statt sich neue sparsame Flieger zu kaufen, setzen viele Airlines auf gebrauchte Modelle, die in der Anschaffung deutlich billiger sind. Der Mehrverbrauch an Kerosin ist wegen der aktuellen niedrigen Preise nicht so schlimm. «Die niedrigen Ölpreise sind keine besonders gute Voraussetzung, wenn man neue Technologien verkaufen will», so Adam Pilarski von der Beratungsfirma Avitas zur Nachrichtenagentur Bloomberg.

Mehr gebrauchte Flieger als C-Series verkauft

Wie die Datenbank Ascend Fleets für Bloomberg errechnet hat, wurden seit 2011 fast 1000 gebrauchte Airbus A319 und Boeing 737-700 verkauft – die mit ihrer Kapazität zu den direkten Konkurrenten für die C-Series gehören. «Bis die in Rente gehen, dauert es noch etwas. Das wird den Verkäufen der C-Series definitiv schaden», so George Dimitroff von Ascend. Auch der Sukhoi Superjet leidet darunter oder die Embraer E2-Familie.

Mehr zum Thema

Bombardier Global 6500: Darf in den USA nicht verkauft werden, sagt Präsident Donald Trump.

Trump will Bombardier aus den USA verbannen - doch die Drohung birgt einen sachlichen Fehler

ticker-bombardier-neu

Bombardier übernimmt kanadisches Werk von Mitsubishi

Bombardier Challenger 3500: Die Ryanair Group hat vier Flugzeuge im Portfolio.

Ryanairs geheime Bombardier-Challenger-Flotte

ticker-bombardier-neu

Südkorea setzt bei zweitem Militärprogramm auf Bombardier Global 6500

Video

Die Notrutsche wird abtransportiert: Verzögerungen beim Abflug der Boeing 767 von Austrian Airlines.
Eine versehentlich ausgelöste Notrutsche sorgte bei einer Boeing 767 von Austrian Airlines in Montreal für Verspätung. Die Rutsche musste ausgebaut und die betroffene Tür gesperrt werden. Dadurch durften statt 209 nur noch 141 Passagiere mit nach Wien fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack