Der Weg ins Flugzeug könnte sich mit der Steffen-Methode sehr verkürzen.

Das Boarding-Geheimnis ist gelüftet

Ein Astrophysiker hat herausgefunden, wie man die Einsteigezeit halbieren kann. Die Lösung ist eigentlich ziemlich simpel.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Principal Engineer - Flight Physics Simulation

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
aaa aviation academy austria logo

ATO Training Expert (m/f/d)

Aviation Academy Austria
Vollzeit
Neusiedl am See
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Am Gate in der Schlange zu stehen, kann ziemlich nervtötend sein. Vor allem, wenn andere Passagiere - aus für einen selbst oft unerfindlichen Gründen - einfach zuerst in den Flieger dürfen. Doch das Einsteigen schien bislang eine jener Unannehmlichkeiten zu sein, mit denen man sich beim Fliegen einfach abfinden musste.

Doch dann kam Jason Steffen, Astrophysiker am Fermi National Laboratory im amerikanischen Bundesstaat Illinois. Als der Forscher sich einmal mehr über die ewigen Wartezeiten am Gate ärgerte, beschloss er, eine wissenschaftliche Lösung für das Boarding-Problem zu finden. Er hatte Erfolg: Mit der Steffen-Methode kann man die Zeit, welche die Prozedur in Anspruch nimmt, halbieren. Dies zeigte eine amerikanische Fernsehsendung in einem Test mit dem Nachbau einer Boeing 757 und 72 Passagieren.

Zwei Probleme

Die Studie zum Thema verfasste Steffen allerdings schon 2008. Er identifiziert darin zwei eigentlich offensichtliche Probleme. Zum einen müssen die einsteigenden Passagiere oft in der Kabine herumstehen, während die Vordermänner ihr Gepäck verstauen. Außerdem kostet es Zeit, wenn Passagiere auf den mittleren Sitzen aufstehen müssen um diejenigen mit einem Fensterplatz vorbei zu lassen.

Die Lösung ist denn auch entsprechend simpel. Mit der Steffen-Methode werden die Passagiere nach ihren Sitzplatztypen eingeordnet - Fensterplatz, mittlerer Platz, und was es eben sonst noch gibt. Wenn Passagiere mit den gleichen Sitzplatztypen auch gleichzeitig an Bord gehen, entsteht das Problem des Übereinandersteigens gar nicht. Damit sich die Reisenden nicht im Weg herum stehen, wird bei den einzelnen Fuhren jeweils jede zweite Reihe ausgelassen.

Nur halb so lang

In den Tests probierte man verschiedene Methoden aus, auch die Standard-Prozedur, in der die Passagiere blockweise an Bord gelassen werden. Diese dauerte mit den 72 Testreisenden 7 Minuten, gegenüber nur 3,5 Minuten mit der Steffen-Methode. Und die Zeitersparnis sollte sich - in der Relation - noch vergrößern, je mehr Passagiere der Flieger fasst, so der Forscher.

Die Airlines hätten an seiner Methode jedoch bisher kein Interesse gezeigt. Dabei könnten sie, so zeigen Steffens Berechnungen gemäß dem Economist, eine Menge Geld sparen. Jede Minute, die ein Fluggast am Terminal herumsteht, kostet etwa 30 Dollar. Wenn man davon ausgeht, dass der durchschnittliche Anbieter etwa 1500 Flüge pro Tag anbietet, könnten schon sechs Minuten weniger Einsteigezeit bis zu 100 Millionen Dollar Ersparnis im Jahr bedeuten. Und das Reisen für die Passagiere angenehmer machen.

Video

learjet absturz florida 01
Die US-Unfalluntersuchungsbehörde NTSB hat sich zum tödlichen Absturz des Bombardier Learjet 60 in Florida geäußert. Das sind die Erkenntnisse über die letzten Minuten des Unglücksfluges, der in ein Wohngebiet stürzte.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a340 600 d aihz duesseldorf
Zum Abschied gab es für die D-AIHZ noch einen Wassersalut: Am Montag hat auch der letzte Airbus A340-600 von Lufthansa Düsseldorf und Deutschland verlassen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Aggrarflugzeug kurz vor Absturz: Das Flugzeug traf einen Kindergarten.
In Brasilien ist ein Agrarflugzeug kurz nach dem Start in eine Kindertagesstätte gestürzt. Das Flugzeug traf glücklicherweise einen Gebäudeteil, den die Kinder nicht nutzen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies