Embraer 170: Für Lübeck Airways die logische Wahl.

Die Pläne von Lübeck Airways

Die neu gegründete deutsche Regionalfluglinie will im kommenden Winter mit einer Embraer starten. Eine erste Destination legte sie bereits fest.

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Viel ist derzeit noch nicht los in Lübeck-Blankensee. Nur gerade 22 Flüge heben pro Woche vom Flughafen der Hansestadt ab. Ryanair und Wizz Air transportieren Passagiere nach Bergamo, Danzig, Kiew, Mailand, Palma de Mallorca und Stockholm. Für Michael Hövel ist das eindeutig zuwenig. «Wir wollen Lübeck durch neue und attraktive Flugverbindungen mit der Welt verbinden und auch Touristen gezielt in unsere schöne Region bringen», sagt der Geschäftsführer von Lübeck Airways gegenüber aeroTELEGRAPH. Die neue deutsche Fluggesellschaft wurde am 10. Januar gegründet. Hinter ihr stehen «Finanz- und Privatinvestoren hauptsächlich aus Deutschland», wie Hövel erklärt.

Noch arbeitet Hövel die Details der Strategie aus. Doch einige Eckpfeiler sind bereits klar. «Wir wollen in der Wintersaison 2013/14 starten», sagt der Luftfahrtfachmann, der früher für British Airways und Crossair arbeitet und heute als Berater tätig ist. Und auch auf welchen Flugzeugtyp Lübeck Airways setzen wird, ist bereits bestimmt. «Die Embraer 170 ist der richtige Flieger für uns», so Hövel. Beim Start soll die Flotte aus einer Maschine bestehen. «Schnell aber werden eine zweite und eine dritte hinzukommen.»

Düsseldorf im Flugplan

Auch eine erste Destination legte Hövel bereits fest. «Düsseldorf machen wir ganz sicher» sagt er. Denn ab der Rheinmetropole gebe es hervorragende Verbindungen nach Europa und auch nach Übersee, wie der Geschäftsführer erklärt. Auch München werde man sich anschauen und Zürich sei ebenfalls ein Thema. Konkreter will er aber nicht werden. «Wenn wir etwas verkünden, soll es Hand und Fuß haben», sagt Hövel. Neben Geschäftsreisenden will Lübeck Airways Feriensuchende mit ihrem Angebot ansprechen.

Für Hövel steht außer Zweifel, dass Lübeck Airways Erfolg haben wird. «Wir haben gerechnet und dabei gesehen, dass eine Regionalfluglinie ab Lübeck profitabel fliegen kann», sagt er. Das Ende von OLT macht ihm keine Sorgen. Da sei vieles von vornherein sehr unglücklich angepackt worden.

Gespräche geplatzt

Lübeck Airways ist nicht das einzige Luftfahrtprojekt in der Hansestadt. Der Geschäftsmann Mohamad Rady Amar, der kürzlich den Flughafen Blankensee erwarb, will bald schon eine Fluglinie gründen, die von der Hansestadt aus nach Kairo fliegt. Auch Scharm El-Scheich und Hurghada in Ägypten, Casablanca in Marokko, Antalya in der Türkei sowie München, Frankfurt und Marseille sollen von seiner «Air Luebeck» angeflogen werden. Der lokale Unternehmer Winfried Stöcker sprach im November ebenfalls davon, eine Airline zu starten. Inzwischen wurde sein Vorhaben «Luebeck Air» aber auf Eis gelegt.

Mit diesen Projekten will Hövel nichts zu tun haben. Mit Amar habe man zwar gesprochen. Schließlich würde es Sinn machen, ab Lübeck nur eine Fluglinie zu betreiben. «Doch die Verhandlungen sind geplatzt», so Hövel. Die Vorstellungen über die Strategie seien zu weit auseinander gelegen. Der Fokus auf den arabischen Raum ist für den Chef von Lübeck Airways kein vielversprechender Weg in die Zukunft.

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